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Spielraum Theater. Selbstermächtigung und Partizipation

»Ein Mensch hat die Aufgabe, alles zu sein, was er sein kann.«
Abraham Maslow

Warum sind wir im Hamsterrad gefangen?

 
Lehrer: »Die hören mir nie zu...!«, »Es gibt keine Motivation...«, »Die machen mich fertig...«
Schüler: »Wofür brauchen wir das überhaupt?...«, »Das ist alles total langweilig...«, »Ich habe überhaupt keine Lust...«
 

Unsere Schulen befinden sich in einem Zustand in dem alle das Gefühl haben, man müsste eigentlich irgendwas tun. Alle Beteiligten empfinden Stress. Lehrer und Schüler befinden sich in einer Art Hamsterrad und niemand hat das Gefühl, selber etwas verändern zu können. Und dadurch entsteht eine ganz große Frustration. Alle haben das Gefühl, dass sie irgendwo hinmüssen, wo sie vielleicht aber selber gar nicht unbedingt hin wollen. 
 
Viele Lehrkräfte würden gerne einiges anders machen, haben aber durch enge und teilweise widersprüchliche Vorgaben kaum Spielraum für das, was ihnen wichtig wäre, nämlich zum Beispiel für die verschiedenen Bedürfnisse ihrer Schüler. Es geht um Noten, es geht um die Erfüllung von Vorgaben, gleichzeitig soll Inklusion gelingen und jedes Kind individuell gesehen und gefördert werden. Bei all diesen Anstrengungen geht es immer weniger um das eigene Selbst. Und dadurch entsteht eine Art Entfremdungseffekt, eine große Erschöpfung, Resignation. Alle sind wahnsinnig unter Druck – aber was wird eigentlich tatsächlich erreicht? 
 
Was ich immer wieder erstaunlich finde ist, dass, wenn man normalen Unterricht gibt, dann hat man das Gefühl, dass die Jugendlichen vor einem sitzen und sich in einer Art Standby Modus befinden. Ich hatte dann immer das Gefühl, da muss doch noch mehr sein. Wo sind sie eigentlich? 
 
 
Wie können wir Raum für Potenziale schaffen?

Frau Baum: »...es erweitert auch mein Denken im Unterricht und meinen Einsatz von Methoden und Herangehensweisen. Ich kann verstehen, warum SuS nicht motiviert sind und nun weiß ich es auch zu begründen... Ich freue mich, dass ich sie und ihre Ideen kennenlernen durfte und nun selbst erfahren kann. Endlich jemand, der es mir so erklärt, dass ich wirklich danach handeln kann.«
 
Walid, 19 Jahre: „Das Glück kommt in der Probenzeit, weil man frei ist. Man ist wortwörtlich frei und ich glaube so eine Freiheit gibt es sehr selten auf der ganzen weiten Welt!“

 
Das Verblüffende ist, dass, sobald wir dieses Hamsterrad verlassen, das heißt sobald wir wirklich etwas Anderes machen, ist jeder total erstaunt darüber, was alles möglich ist, was die Kinder und Jugendlichen KÖNNEN, was für Potentiale da eigentlich sind.
 
Und das Erstaunliche ist, wenn ich ihnen einen anderen Raum gebe, in dem sie sich andere Rollen nehmen können, in dem sie sich ausprobieren können – dann – geht die Sonne auf. Und das sieht man auch in ihren Gesichtern: Plötzlich werden sie sichtbar – wach – und fangen an zu zeigen, wer sie sind und was sie können. Und das ist ganz erstaunlich, denn die ganze Trübsal, die einem manchmal so im Schulalltag teilweise begegnet, ist dann wie weggeblasen.  Da stehen dann plötzlich wache Kinder und Jugendliche vor einem – und WOLLEN sich anstrengen. Und es scheint so zu sein, als wenn endlich das stattfindet,  wofür Schule ja eigentlich da ist.
 
 
Was braucht man dafür?
 
Ich habe lange gebraucht, bis ich einen Weg dahin gefunden habe. In 17 Jahren Schuldienst habe ich mich immer wieder gefragt, wie man Unterricht machen kann, der allen was bringt. Der niemanden langweilt und niemanden demütigt. Und bei dem alle was lernen, ich auch. Ich habe von meinen Schülern gelernt, dass so ein Unterricht vier Dinge braucht:

A-C-T + Ziel
 
1 A-NERKENNUNG
Nahe vertrauensvolle Beziehungen zwischen allen Beteiligten und absolute Wertschätzung. 
 
2 C-OMMUNICATION
Kommunikation der Begegnung (Statuslehre). Verzicht auf Bewertungen. Scheitern als notwendiger Teil des Lernprozesses. Fehler gibt es nicht.
 
3 T-EILHABE
Ernst gemeinte, unendlich viele Partizipationsmöglichkeiten für alle
 
Und 4 : Gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen mit einem gemeinsamen Ziel.
 
All das ging nur sehr begrenzt im üblichen Fachunterricht im Klassenzimmer.
 
 
Theater als wirkmächtigstes Bildungsmittel unserer Zeit
Deswegen habe ich gemeinsam mit meinen Schülern das sogenannte Theatrale Mischpult erfunden. Das Theatrale Mischpult ist der Ausgangspunkt für die Erfindung der partizipativen Spielwiesen von ACT.

Warum Theater?
Die Grundprinzipien von ACT lassen sich auf zahlreiche verschiedene Lern- und Gestaltungsprozesse übertragen – fächerübergreifend, interdisziplinär.
 
Dennoch setzt ACT e.V. als Basis und Startpunkt aller Lernprozesse immer auf die Spielform Theater.

Denn Theater - im Sinne von Theater spielen und Theater kreieren - ist das wirkmächtigste Bildungsmittel unserer Zeit.
 
"Trau keinem Gedanken, der im Sitzen entstanden ist“.
 
Der Wahrheitsgehalt dieses Satzes, der Nietzsche zugeschrieben wird, kann heute durch die Neurobiologie bewiesen werden:
Neurobiologen haben den Zusammenhang zwischen Bewegung, Emotion und nachhaltigem Lernen inzwischen wiederholt wissenschaftlich belegt.  

Während der partizipativ gestalteten Theaterarbeit arbeiten Jugendliche grundsätzlich handlungs-, erfahrungs- und wirkungsorientiert:
 
Theater spielen und kreieren verbindet unter dem Primat ästhetischer Gestaltung komplexe kognitive, emotionale, motorische und soziale Anforderungen und ermöglicht dadurch auf besonders effiziente Weise die Ausbildung von sozialer Kompetenz und von Kreativität.
 
Theater spielen und kreieren ermöglicht Lernen und Toleranz, Verstehen und Teilhabe und damit eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung.
 
 
Das Theatrale Mischpult
Das partizipative Konzept von ACT beginnt immer im Spiel. Jedes Spiel wird schrittweise zunehmend komplexer und bietet immer neue Möglichkeiten, das Spiel kreativ und anders weiter zu entwickeln. Der Ansatz des Theatralen Mischpults basiert auf den Prinzipien Open Knowledge und Gamification:
 
Wir gehen in einen großen  Raum, in dem es keine Beschriftungen gibt. Der Raum ist frei. Und wir bespielen den Raum neu. Und wir bespielen damit auch die Menschen neu. Wir fangen von vorne an. Wie eine Art Reset
 
Dies wird möglich durch die Bereitstellung von Partizipativen Spielwiesen, das bedeutet konkret:
 
Wissen wird in seine Einzelteile zerlegt und in größeren, inhaltlichen Zusammenhängen systematisch spielerisch verfügbar gemacht. Die Jugendlichen können aus unendlich vielen Möglichkeiten immer neue, eigene Lernwege kombinieren. Dabei führt jeder eigene individuelle Impuls zu neuen Möglichkeiten und neuen Erkenntnissen. 
 
Wir trauen uns immer wieder neu zu fragen, ob das was jetzt ist, für immer und ewig so bleiben muss. Oder ob wir das Ganze vielleicht nochmal hinterfragen und alles noch einmal ganz neu denken? 
 
Die Jugendlichen korrigieren sich bei diesen komplexen Lernprozessen selbst,  sie werden zunehmend zu Experten und sehen ihre eigenen Fortschritte und was die nächste, eigene Herausforderung sein könnte – wie in einem Computerspiel.

Dabei dürfen sie bewusst unterschiedliche Wege und Ideen entwickeln - denn für das Erreichen eines kollektiven Ziels werden gerade unterschiedliche Fähigkeiten und Ansätze besonders effektiv. 
 
Beispiel: Die Grundübung zur Einführung der Spielkarten des Theatralen Mischpults (unendlich viele andere Spielarten und Möglichkeiten des Umgangs mit den Karten sind möglich):

Die Spielkarten werden auf Tischen ausgebreitet. Mit jeder Probe werden neue Spielkarten eingeführt. So wachsen die Möglichkeiten des "Mischpults" immer weiter.
Es gibt fünf "Spuren" bzw. Kanäle des "Mischpults", die in ihrer Intensität auf einer Skala von 1-10 modifiziert werden können. Das sind
1.         Tempo - von 1 (Zeitlupe) bis 10 (Zeitraffer)
2.         Lautstärke - von 1 (ohne Ton oder sehr leise) bis 10 (sehr LAUT)
3.         Status - von 1 (Tiefstatus) bis 10 (Hochstatus) (für die Jugendlichen als Skala von "sehr cool bis zum Spacken" sofort verständlich)
4.         Körperspannung - von 1 (sehr schlaff) bis 10 (größte Körperspannung)
5.         Doing Gender - von 1 (männlich) bis 10 (weiblich)
 
Die anderen Spielkarten können mit Hilfe dieser "Mischpult-Spuren" in ihrer Qualität stark verändert werden, womit sehr unterschiedliche Wirkung erzielt wird.
Grundsätzlich steht ein Teil der Jugendlichen am "Spielfeldrand" und führt Regie. Die anderen spielen - und führen die Regieanweisungen aus. Zwischen Regie und Spiel wird beständig gewechselt, so dass alle Jugendlichen von Anfang an beide Perspektiven einnehmen: Spielerisch erproben, subjektiv erfahren auf der einen Seite und drauf schauen, konzipieren und reflektieren auf der anderen Seite.
 
 
Was ist das Geheimnis von ACT?

 
Linda, 15 Jahre: „Es macht mich einfach glücklich. Wenn ich merke, jetzt kann ich so sein wie ich will und jetzt kann ich einfach mal loslegen.“ 
Frau Müller: „Das klingt vielleicht drastisch, aber ihre Sicht hat mir die Augen geöffnet, für die Welt und wie ich mich in ihr verstehen muss... Die Effekte, die sie beschrieben haben, ... sind genial und konnte ich selbst so beobachten. Und es erweitert auch mein Denken im Unterricht und meinen Einsatz von Methoden und Herangehensweisen.“

Dass jeder verschieden sein darf und gerade in dieser Einzigartigkeit unabdingbar wichtig ist für das gemeinsame Ziel, schafft eine unglaubliche Motivation.

Das Geheimnis dabei ist: Wenn alle Beteiligten sich als Kollektiv begreifen und an einer gemeinsamen übergeordneten Aufgabe arbeiten, BRAUCHT es die Vielfalt, BRAUCHT es die Verschiedenheit.

Die Jugendlichen sind keine Einzelkämpfer mehr, die miteinander konkurrieren müssen - stattdessen erleben sie das Glück gelingender Kooperation
 
Ein solches Arbeiten bringt eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung und Anerkennung hervor. Wenn jeder einzelne für das Eigene, Individuelle Anerkennung erhält und spürt, dass es für die Gruppe tatsächlich von Bedeutung ist, entsteht bei jedem Einzelnen eine ungeheure Motivation, sich anzustrengen und weiter zu kommen, sich individuell zu verbessern. 
 
Denn was unsere Kinder brauchen, ist Resonanz - die Erkenntnis, dass man als Einzelner wichtig ist für das Große Ganze - und besonders  auch für andere Menschen. Auf dieser Grundlage werden Beziehungen zu anderen als persönlich bereichernd erlebt. 
 
Damit löst diese Form des Arbeitens eines der größten Probleme unseres derzeitigen Schulsystems: Die Unfähigkeit, Vielfalt als Grundvoraussetzung und Riesen-Ressource zu begreifen.
 
Durch die Arbeitsweise von ACT wird Vielfalt zur selbstverständlichen Notwendigkeit. Jeder einzelne bekommt Raum für das Eigene und fühlt sich motiviert, sein individuelles Potential zu entfalten und weiter zu entwickeln und steht dabei NICHT in Konkurrenz zu den anderen.
 
Erst dadurch entsteht bei jedem einzelnen die Erkenntnis, warum Sozialregeln innerhalb der Gruppe einen Sinn erfüllen, warum es beglückend sein kann, zu kooperieren und nicht gegeneinander zu arbeiten. 
 
Solange Schüler in Konkurrenz zueinander stehen (um Noten, um Punkte, um Aufmerksamkeit, um als ideal beschworene Bildungsbiografien) KÖNNEN sie nicht begreifen, warum sie einander respektieren und wertschätzen sollen. 
 
Wenn sie aber ermutigt werden, verschieden zu sein und auch zu bleiben, wenn das Eigene Anerkennung durch die gesamte Gruppe findet, und gerade dieses Eigene erkennbar einen Sinn für alle erfüllt und dadurch größere gemeinsame Ziele erreicht werden, laufen Kinder zur Hochform auf - und lernen, das Andersartige, Fremde als Bereicherung zu begreifen. 
 
Damit setzt die Arbeitsweise von ACT auf eine der wichtigsten Ressourcen für unsere Zukunft: Auf die Entfaltung von individuellem Potential auf der einen Seite und gleichzeitig auf Kooperation statt Konkurrenz. So lernen Jugendliche:
 
Ich bin einzigartig und das darf ich auch sein. Und genau durch das, was ich kann, habe ich die Möglichkeit, die Welt mit zu gestalten und anerkannter Teil einer Gemeinschaft zu sein. 
 
ACT heißt: Handle und spiele!

Ergreife die Initiative und inszeniere dich und dein Leben immer wieder neu! Fange an, die Welt spielerisch zu begreifen und vertraue der eigenen Regie, ohne Angst vor "Fehlern" - denn Fehler sind Umwege, und Umwege erhöhen die Ortskenntnis.
 
ACT heißt: Handle und spiele - und führe Regie über dein Leben!
 
 
Maike Plath, Dezember 2015
 


 
 
 

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31. Oktober 2017

Eine neue Geschichte

Ich habe lange nicht geschrieben, weil ich das, was an Zeit übrig blieb (Urlaub und nachts) in etwas anderes investiert habe: Man könnte sagen, in mein neues Buch. Das stimmt. Man könnte aber auch sagen: in die nächste kleine Selbstermächtigung, oder Befreiung, oder wie auch immer...

Mehr dazu unter:
maikesblog.de




26. Juni 2017

Presse-Beiträge zum Film »Act! Wer bin ich?«

Der Film »Act! Wer bin ich?« ist angelaufen, wird aber so richtig erst ab September in den Kinos laufen, da es jetzt sehr sommerlich ist und keine günstige Kino-Zeit. Wer aber schon neugierig ist, kann sich hier schon mal ein paar Beiträge und Rezensionen zum Film anschauen…

Presse

http://www.mdr.de/kultur/videos-und-audios/video-artour/video-artour-maike-plath100.html

http://mediathek.rbb-online.de/tv/rbb-AKTUELL/Rosa-von-Praunheim-mit-neuer-Doku/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3907840&documentId=43705946

http://www.deutschlandfunk.de/dokumentarfilm-act-wer-bin-ich-der-mut-von-einzelnen-wird.807.de.html?dram:article_id=389044

https://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/2017/06/interview-rosa-von-praunheim-jugendtheater-dokumentarfilm-act.html

http://www.spielfilm.de/filme/3004746/act-wer-ich-bin/kritik
https://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/2017/06/interview-rosa-von-praunheim-jugendtheater-dokumentarfilm-act.html

https://www.rbb-online.de/rbbaktuell/archiv/20170621_2145/neue-doku-von-rosa-von-praunheim.html

Der folgende Link ist ein Beitrag vom Tagesspiegel zu unserer aktuellen Jugend-Theaterproduktion am Heimathafen: »Die Matrix der Demokratie«
Wir spielen noch heute Abend und nächste Woche am 28., 29. und 30. Juni jeweils um 19.30 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln!
http://video.tagesspiegel.de/heimathafen-neukolln-lust-auf-demokratie-haben.html




09. Juni 2017

Achtung!!!
Jetzt viel besser lesbar und gut ausdruckbar:
mein neuer Blog unter maikesblog.de!

Die alten Blog-Beiträge von dieser Website sind komplett in den neuen Blog übernommen und jetzt unter maikesblog.de zu finden – vor allem aber stehen alle neuen, aktuellen Blog-Einträge ab 9. Juni 2017 unter maikesblog.de




11. Mai 2017

Filmpremiere

ACT! WER BIN ICH?
Premiere des Dokumentarfilms von Rosa von Praunheim

Mit dem Film »Act! Wer bin ich?« liefert Rosa von Praunheim ein eindrückliches Porträt der Theaterarbeit mit Jugendlichen am Heimathafen Neukölln. Sowohl die Lehrerin Maike Plath, die nach 17 Jahren ihre Verbeamtung aufgibt und dem staatlichen Schuldienst den Rücken kehrt, als auch die Neuköllner Jugendlichen setzen einem wertenden und einschränkenden Schulsystem die eigene Stimme entgegen: Was kann ich? Wie kann ich diese Welt mitgestalten? Wer bin ich? Rosa von Praunheim entdeckt und feiert in diesem Film die individuelle Strahlkraft der Jugendlichen und den Zauber der emanzipatorischen Kraft des Bildungsmittels Theater.

Premiere: 21. Juni 2017, 20:30 Uhr
Ort: Heimathafen Neukölln
Karl-Marx-Straße 141, Berlin-Neukölln

Der Film kann auch auf Ihre private Initiative über verleih@missingfilms.de (Christos Acrivulis) bundesweit in Ihr nächstgelegenes Programm-Kino geholt werden.

Zum Kinotrailer




13. September 2016

Ankündigung

Das neue Jugendtheaterprojekt am Heimathafen Neukölln:
Die Matrix der Demokratie – »Winter is coming«?
Verschärft durch die Geflüchteten-Problematik und die offensichtliche Angst vor »Überfremdung« verhärten sich derzeit überall die Positionen – und nationalistische und ideologische Positionen verbreiten sich in einem Maße, das wir noch bis vor Kurzem für völlig unvorstellbar gehalten haben. Warum vertrauen so viele unseren westlichen Grundwerten so wenig? Was können wir tun?
 
Die neue Weltunordnung macht uns Angst – wir fragen uns:
 
Wie entsteht Krieg?
Was ist Demokratie?
Wie wollen wir leben?
Was für eine Welt wünschen wir uns für unsere Kinder?
Was können wir tun?
 
Was kann Demokratie?
Können WIR Demokratie?
Warum? Warum nicht?
Was sind die Folgen?
 
Wie sieht er aus – der Geheim-Code, die Matrix der Demokratie?
 
Wir fragen Menschen in Berlin, wir filmen, wir fragen nach, wir halten fest: Was passiert gerade mit der Demokratie?
 
Was passiert gerade mit der Welt, die wir kennen?
 
Erfüllt sich der Satz aus »Game of thrones«: Winter is coming?
 
Können wir etwas tun...?
 
Das Projekt »Die Matrix der Demokratie« ist ein Recherche-Projekt. Es entstehen unter anderem: Film, Theater, Aktionen im öffentlichen Raum.
 
Probenbeginn: 12. September 2016
Proben: jeden Montag 17 bis 20 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln
Premiere und weitere Vorstellungen im Juni 2017




05. September 2016

Alles Gute zum Schulanfang!

Klickt auf YouTube oder Facebook !




21. März 2016

Workshop-Angebote von Maike Plath – auch für Einzelpersonen – ab September 2016 über den Verein ACT e.V. in Berlin!!
Alle Informationen unter www.act-berlin.de

 
Die neue Jugendtheaterproduktion der ACTIVE PLAYER NK am Heimathafen Neukölln:
How long is paradise?
Die neue Theater-Produktion vom Jugendclub am Heimathafen ACTIVE PLAYER NK zum Thema Glaube

»Früher glaubte ich, dass Menschen nach dem Tod in den Himmel gehen. Deswegen stand ich an stürmischen Tagen am Fenster – voller Erwartung, dass ich jemanden beobachte, der zum Himmel aufsteigt.« (Samira, 16 Jahre)
»Ich glaube an gute und böse Bakterien.« (Can, 14 Jahre)
»Als ich sechs Jahre alt war, glaubte ich, dass die Welt vor 1980 schwarz-weiß gewesen ist – wegen der Filme und Fotos von früher.« (Zahar, 16 Jahre)
»Als ich klein war, habe ich geglaubt, dass die Schule Spaß macht.« (Sercan, 14 Jahre)
»Damals haben meine Eltern mir erzählt, dass es die sieben Dragonballs gibt. Aus diesem Grund wollte ich nicht mehr in die Schule gehen, weil ich die Dragonballs suchen wollte.« (Taher, 19 Jahre)

Was wissen wir? Was glauben wir? Woher wissen wir, was wir glauben?
Wohin gehen wir?
Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Zweck des Lebens?
Gibt es Gut und Böse?
Wozu brauchen wir Religion?
Was brauchen wir?
Was sollen wir tun?

Die ACTIVE PLAYER NK vom Heimathafen Neukölln gehen in diesem Jahr der Frage nach dem Glauben nach und beleuchten unterschiedlichste Blickwinkel und Perspektiven auf das älteste Thema der Welt.

Von und mit:
Walid Al-Atiyat, Nancy Ortiz-Dominguez, Batuhan Seker, Berkant Karadag, Sinan Özmen, Nikolai Scheel, Andreas Denic (Kenzo ontour), Matthias Chernikov, Olga Zgiep, Yasmin Kirschner, Karolina Marcinkiewicz, Ronnie Mertens, Hala El-Nasser, Salma El-Nasser, Shirin El-Ahmad, Moritz Scheffler, Kasimir Noack, Vivien Kroyer, Arkadas Karabulut, Yussuf Kocluoglu, Luciano Daniel Rammin, Ferhat Kocaman und
Assistenz: Frederic Gülbeyaz | Fotodokumentation: Friederike Faber | Bühne: Maria Zillich, Line Wasner, Julia von Schacky | Musik-Komposition, Produktionsdesign: Moritz Degen | Künstlerische Leitung und Regie: Maike Plath, Maria Zillich
 
Premiere: 16. Juni 2016, 20 Uhr, Studiobühne Heimathafen Neukölln
Weitere Vorstellungen: 17., 18., 23., 24., 25., 30. Juni sowie 01. und 02. Juli, jeweils 20 Uhr
Alle Vorstellungen auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln
Eintritt: 8,00 Euro
Studiobühne Heimathafen Neukölln, 1. Stock
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin
www.heimathafen-neukoelln.de

Tickets und Info: 030/56 82 13 33
karten@heimathafen-neukoelln.de

Ein Projekt von ACT e.V. und Heimathafen Neukölln, gefördert durch »Künste öffnen Welten«




16. September 2015

»Ich glaube – also bin ich«
Das neue Jugendtheaterprojekt am Heimathafen Neukölln

Das neue Theaterprojekt von ACTIVE PLAYER NK am Heimathafen hat letzten Montag begonnen!
Ein paar Live-Eindrücke:
Schau dir »THEATER BEGINNT WIEDER« auf YouTube an!




03. August 2015

Neuer Blog-Eintrag:

Der Film »Men & Chicken« als extremes und extrem kluges Lehrstück zum Thema Inklusion
Hier – oder in der Menüleiste – auf maikes.blog klicken!




24. Mai 2015

Neues auf Maikes Blog!

Neues vom Heimathafen auf Vimeo!




22. Januar 2015

Vielfalt im Heimathafen Neukölln

Maikes Blog: Blog-Eintrag 22. Januar 2015

Am Heimathafen laufen derzeit die Proben für »Kafka im Kopf«. 21 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 24 Jahren mit verschiedensten kulturellen und sozialen Hintergründen beweisen derzeit in jeder Probe, dass Vielfalt nicht nur Spaß macht – sondern vor allem alle Beteiligten zu Höchstleistungen anspornt.




16. Juli 2014

Zwei Materialkästen zum partizipativen biografischen Theaterunterricht

Neu bei Beltz im Oktober 2014

Weitere Informationen




14. Juni 2014

»Niemand sollte mir mehr sagen können: ›Das geht nicht!‹«

Maike Plath im taz-Interview mit Anna Lehmann
taz.am wochenende vom 14./15. Juni 2014

Artikel zum Download:




24. Juni 2014

Ein neues Jugendtheater-Projekt von Mitspielgelegenheit e.V. am Heimathafen Neukölln:

»KAFKA IM KOPF«!!

Probenstart im Heimathafen am 1. September 2014!

Nach zehn ausverkauften Vorstellungen von »Tear down this classroom« geht die Jugendtheaterabteilung am Heimathafen nun in die Sommerpause.

Die Vorbereitungen für das neue Jugendtheater-Projekt am Heimathafen laufen allerdings schon auf vollen Touren.
Am Montag, dem 1. September 2014, geht es wieder los:
Mit »Kafka im Kopf«!

Alle, die Lust haben auf ein neues Theaterprojekt am Heimathafen und zwischen 14 und 22 Jahre alt sind, sind herzlich willkommen!

Am Montag, dem 1. September, treffen wir uns um 16:00 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen (1. Stock). Wir freuen uns auf euch!

Und darum wird es gehen:
»Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hatte, wurde er eines Morgens verhaftet.«
(Franz Kafka, Der Prozess)

Wir stellen uns ein paar Fragen:

  • Was würdest du machen, wenn du eines Morgens ohne jeden Grund verhaftet wirst?
  • Welche Fragen würdest du dir – und anderen – stellen?
  • Würdest du für deine Rechte kämpfen?
  • Welche Rechte?
  • Was hättest du zu sagen?
  • Bist du nicht selbst Schuld?
  • Was weiß der Staat über dich?
  • Was weiß Google über dich?
  • Bist du sicher, dass du immer das Richtige getan hast?
  • Was ist das Richtige?
  • Für wen?

Was würdest du machen, wenn du eines Morgens aufwachst und feststellst:
Du bist Staatsfeind Nummer 1!




09. Mai 2014

Neue Jugendtheaterproduktion am Heimathafen Neukölln:
»Tear down this classroom«

Neun Jugendliche unterschiedlicher Kulturen aus Neukölln untersuchen den wunderlichen Kontrast zwischen dem klassischen deutschen Klassenzimmer – als stärkstem Symbol unseres Bildungssystems – und der Welt, in der sie leben und leben werden.

Premiere:  22. Mai 2014, 19.30 Uhr




30. Oktober 2013

Die Proben für das neue Jugendtheater-Projekt von Mitspielgelegenheit e.V. am Heimathafen Neukölln sind in vollem Gange. Premiere ist am 22. Mai 2014.

Tear down this classroom!!

In der vierten Jugendtheater-Produktion am Heimathafen gehen wir mitten ins Herz des deutschen Bildungssystems – in den Klassenraum – und starten von dort aus unsere Recherche. 18 Jugendliche verschiedenster Kulturen aus Neukölln untersuchen den wunderlichen Kontrast zwischen dem klassischen deutschen Klassenzimmer – als stärkstem Symbol unseres Bildungssystems – und der Welt, in der sie leben und leben werden.

Sie richten den Blick auf das Komische und Widersprüchliche in ihrem Schulalltag und stellen die Frage nach dem Sinn von Schule: Worauf soll die Schule vorbereiten? In welchem Zusammenhang stehen Schule und Gesellschaft? Was hat sich verändert? Wie könnte oder sollte Schule gegenwärtig und zukünftig sein? Brauchen wir überhaupt noch das Klassenzimmer? Wem nützt es und wem nicht?

Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist der so berühmte – und doch im Detail erstaunlich unbekannte – Brandbrief der Rütli-Schule. Was war da eigentlich los, und was bedeutete es?

Die Jugendlichen richten nun ihre Aufmerksamkeit auf das, was damals in den Medien gar nicht vorkam: ihre eigene Perspektive.

Proben: jeden Montag von 16 bis 19 Uhr auf der Studiobühne am Heimathafen

Endproben: 19. bis 22. Mai 2014, täglich von 10 bis 16 Uhr

Premiere: 22. Mai 2014, 19 Uhr

Weitere Vorstellungen: 23., 24. sowie 26., 27., 28. und 29. Mai 2014, jeweils um 19 Uhr

Alle Vorstellungen auf der Studiobühne Heimathafen (1. Stock)




06. Juni 2013

Das neue Jugend-Theaterprojekt am Heimathafen startet
am Montag, dem 19. August 2013!!
Um 16 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen!

Ein Projekt von Mitspielgelegenheit e.V. und dem Heimathafen Neukölln

Für junge Menschen (13 bis 19 Jahre):

Du möchtest schauspielern, singen, tanzen, auf der Bühne stehen? Man hat dich noch nicht entdeckt? Dann wird es Zeit!

Im Theater Heimathafen Neukölln (Karl-Marx-Straße 141) kannst du dich jedes Jahr im August zu einem neuen Theaterprojekt anmelden. Nach den Sommerferien ist es jetzt wieder soweit!

Wann?  Am Montag, dem 19. August 2013, um 16 Uhr, geht es wieder los!

Wo?  Auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln (1. Stock).

Wenn du dabei sein möchtest, schreib mir einfach eine Mail!
mitspielen@maikeplath.de
oder komm einfach am 19. August vorbei!

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