„Ich und die anderen“ – Abschlussbericht

Das erste Theate rprojekt von Mitspielgelegenheit e.V. an der Quinoa-Schule fand wie geplant in den ersten sechs Wochen des neuen Schuljahres 2014/15 statt. Thema und Ausgangspunkt der Projektarbeit war die Begegnung mit den anderen, zu Beginn noch fremden, Mitschüler_innen der Klasse. Welche Erwartungen und Ängste bringe ich mit? Wie kann ich in der neuen Klasse meinen Platz finden? Wie kann ich meine Wünsche, Ansichten und Stärken in der neuen Gruppe einbringen und behaupten? Wer möchte ich sein und wie wollen wir miteinander umgehen?

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Das Nadelöhr der Zuversicht

In den letzten Tagen vor der Aufführung schlafe ich schlecht. Der Druck aller Beteiligten wird spürbar, besonders bei den Kindern. Am Montag ist zwar „Mutti“ wieder da und wir haben eine sehr schöne, ruhige Probe, in der wir ganz unter uns sind – aber es ist die trügerische Ruhe vor dem Sturm. Ich ahne, dass die ganz große Krise noch kommt. Der Gedanke, dass ich das alles nun schon so oft erlebt habe, bringt keine Erleichterung. Jedes Mal wieder weiß ich, dass man auch scheitern kann – dass der Prozess auch in eine Niederlage münden kann. Zwar ist es bisher nie so gewesen, immer wurden wir mit dem Strahlen und dem Glück einer gelungenen Präsentation belohnt – aber der Gedanke daran beruhigt mich überhaupt nicht. Ich frage mich, wann ich endlich cool und gelassen in eine solche Endphase gehen kann – wahrscheinlich nie – denn wenn es nach 15 Jahren Theaterarbeit nicht gelingt – wann dann? Zu sehr ist mir bewusst, was alles schief gehen kann – selbst wenn man alles „richtig“ macht.

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Krisen und Kämpfe

Man soll den Tag, bzw. die tägliche Arbeit, nicht vor dem Abend loben, dachte ich wenige Tage nach meinem letzten Blog Eintrag… Denn letzten Donnerstag flog mir eine Probe mit der Quinoa-Klasse so richtig schön um die Ohren. Und auch am Freitag hatten wir noch ordentlich zu kämpfen, bis die innere und äußere Ordnung einigermaßen wieder hergestellt war. Das Gute daran ist: Inzwischen weiß ich, dass die Krise IMMER kommt. Ich warte fast darauf. Die Krise kommt – so professionell und tadellos die gesamte Arbeit und die Rahmung (derzeit durch die Quinoa-Schule) auch ist, so sehr wir auch „alles richtig“ machen mögen – plötzlich haben wir auch mal den Tag und/oder die Welt gegen uns. Und auch das ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit und deswegen schreibe ich darüber. Zu behaupten, dass immer die Sonne scheint, würde mir ohnehin niemand glauben, der schon mal an ähnlicher Stelle an den Rand seines Nervenkostüms gelangt ist… Für mich ist nach all diesen Jahren nur eines glücklicherweise anders als früher: Im Gegensatz zu meinen Anfängen in Neukölln, lasse ich mich nicht mehr so schnell aus der Fassung bringen – von der vermeintlichen Katastrophe. Ich denke dann immer: Ok. Es ist soweit. Her mit der Rüstung und rein in die Schlacht. Nicht gegen die Schüler_innen übrigens 😉 – sondern gegen das allgemeine AUFGEBEN. Wenn dies ein Märchen wäre, würde ich sagen: Es ist die Schlacht gegen den Teufel (in uns).

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