Schule hacken durch Innovation!

Stichwort »Partizipative Spielwiese« bzw. »Startrampe«

Das Theatrale Mischpult (die Beltz-Karten-Kästen »Methodenrepertoire 1 und 2«) habe ich in der jahrelangen Praxis mit Neuköllner Jugendlichen entwickelt, auf der (zunächst verzweifelten) Suche nach ihrer intrinsischen Motivation – und inzwischen stelle ich fest, dass dieses Prinzip auf alle anderen Bereiche übertragbar ist.

Da es sich nicht um ein Rezept oder eine Ansammlung von starren, kleinschrittigen Übungen handelt – sondern ganz im Gegenteil um ein Grundprinzip, das tatsächliche Partizipation und immer wieder neue und andere Gestaltungswege ermöglicht, eröffnet es eine neue Perspektive darauf, wie Lernen (viel besser) funktionieren könnte… Dazu hier ein sehr interessanter kurzer Beitrag von ganz anderer Seite…

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Der konstruktive Moment von Bildung

(Vortrag anlässlich des Fratz Festivals am 21.04.2015)

Wir leben in einer Welt massiver gesellschaftlicher Veränderungen. Unsere Bildung ist aber noch immer an Normen ausgerichtet, die unserer komplexen Welt nicht mehr entsprechen. An unseren Schulen liegt die größte vorhandene Ressource brach: Der individuelle Gestaltungswille zahlreicher Kinder und Jugendlicher verschiedenster sozialer und kultureller Hintergründe. Um sie zu demokratiefähigen, eigenständigen und kreativen Gestalter_innen ihrer und unserer Zukunft auszubilden brauchen wir kreative Menschen. Menschen deren Bezugsgröße noch nie Normen waren – sondern Fragen. Wir brauchen Künstler_innen! Sie können, gemeinsam mit Lehrkräften, den Weg ebnen in ein zukunftsfähiges Bildungssystem, das auf Autonomie und das Potenzial jedes einzelnen Menschen setzt.

Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener.

(Albert Einstein)

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Inklusives Wochenende

Am Wochenende habe ich erstmals mit einer Gruppe von Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen mit dem „Theatralen Mischpult“ gearbeitet. Wenn ich das auch vorher schon geahnt habe, so war ich doch überrascht, wie schnell und begeistert sich die Gruppe auf diese Methode einließ.

Allerdings war das in den frühen Morgenstunden noch nicht absehbar. Denn am Morgen der Veranstaltung war ich noch davon ausgegangen, dass ich wie üblich mit einer Gruppe von Theaterlehrer_innen arbeiten würde. Also staunte ich nicht schlecht, als ich beim Frühstücksei erfuhr, dass ich mit einer inklusiven Gruppe – bestehend aus Erwachsenen (den Lehrer_innen) und jungen Erwachsenen mit Behinderungen – arbeiten würde. Offenbar hatte A. mir das im Vorfeld auch mitgeteilt, aber ich hatte wohl nicht richtig zugehört. Jetzt blieb mir kurz das Ei im Halse stecken, denn es waren noch 10 Minuten bis zur Abfahrt und ich fragte mich: Was MACHE ich denn jetzt mit dieser Gruppe?

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