Neuköllner Theater-Grundschultreffen 2013

Bericht für die Dokumentation über die Theaterproduktion »Frau Müller muss weg«
Eine Biografische Theater-Eigenproduktion der Klasse 6a der Erika-Mann-Grundschule

In der 6. Klasse gibt es ein großes Thema: Auf welche Schule gehe ich nach der Grundschulzeit? In Berlin fragen sich die SchülerInnen: Gehe ich auf ein Gymnasium oder auf eine Sekundarschule?

Die Kinder sagen (und denken): Wer schlau ist, kommt aufs Gymnasium. Der Rest geht an die Sekundarschule. Es ist gleichgültig, wie sehr ihre Lehrer/innen dieser Sichtweise widersprechen und versuchen, aufzuklären: Der gnadenlose Kampf um die Noten beginnt. Und es ist nicht nur ein Kampf der Kinder. Es ist vor allem auch der Kampf der Eltern.

Der Theater-Autor Lutz Hübner hat darüber ein Theaterstück geschrieben: »Frau Müller muss weg«. Dieser Text war Ausgangspunkt für unsere Arbeit.

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Podium »Fokus Schultheater« auf dem Theatertreffen der Jugend 2013

»Was ist im Theaterunterricht an Schulen machbar? Und: Was hat das Theatertreffen der Jugend mit Schulentwicklung zu tun?«
von Maike Plath

Für die Auswahl der Theaterproduktionen beim Theatertreffen der Jugend Berlin ist es ein wichtiges Kriterium, dass die Jugendlichen in ihrer Arbeit Fragen an die Welt stellen und ein kritisches Bewusstsein sichtbar machen.

Die dafür notwendige Geisteshaltung wird in unserem derzeitigen Schulsystem, das sich zu einem System der Antworten entwickelt hat, nicht unbedingt begünstigt.

Bei der Frage nach der Machbarkeit von Schultheater-Formaten für das Theatertreffen der Jugend geht es meiner Ansicht nach weniger um rein äußere, strukturelle Bedingungen des Theaterunterrichts an Schulen, sondern vielmehr um eine Bewusstwerdung des Auftrages und des Potenzials des Faches Theater.

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»Living in translation« II

Nachdem nun fünf Vorstellungen von „Living in translation“ erfolgreich gelaufen sind und wir alle zusammen unsere Abschiedsfeier im Hof des Café Rix gefeiert haben, bei der alle unsere SpielerInnen strahlten wie die Weihnachtsbäume, ist nun eine kleine Reflexion darüber angebracht, was hier denn eigentlich erreicht wurde – und was nicht.

Ich habe in dieser Arbeit mehr als jemals zuvor versucht, ganz bewusst an der Problem-Schnittstelle jeglicher kultureller Bildung zu bleiben und mich für genau das immer wieder neu zu sensibilisieren, was mir als der zentrale Punkt dieser Arbeit erscheint: die Frage nach der Partizipation im künstlerischen Prozess.

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