Die Geschichte von Fuad

Mein neues Leben als Freiberufliche hat nun also begonnen. Zunächst einmal mit Zähneklappern über die Erkenntnis, wie schwer es sein wird, zukünftig 1400 Euro netto im Monat zusammen zu bekommen. Zahlreiche Stunden beim Steuerberater haben mir den Rest Illusionen genommen, dass es „einfach irgendwie so gehen wird“. Es wird verdammt schwer werden. Aber ich wollte es so. Und ich weiß genau, was ich tue.

Da ich jetzt keine Rücksicht mehr darauf nehmen muss, ob „man als Beamte ‚sowas‘ sagen oder erzählen darf“, beginnt mein erster Blog als Selbstständige mit einem ersten Eintrag darüber, warum ich keine Lehrerin mehr sein wollte, obwohl ich so wahnsinnig gerne Lehrerin bin und es nach wie vor für einen Traumberuf halte. Wer das für einen Widerspruch hält, mag in Zukunft diesen Blog lesen. Vielleicht wird die Sache mit der Zeit verständlicher.

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Sommerpause

Dieser Blog geht bis zum 31. Juli in die Sommerpause, weil ich mein neues Buch fertig schreiben muss.
Darin wird es um partizipativen Theaterunterricht gehen. Eine Weiterführung meines ersten Buches – mit all den Dingen, die ich inzwischen dazu gelernt habe und die hoffentlich dabei helfen, den Theaterunterricht noch (!) lustvoller und kreativer zu gestalten.

Vor allem aber ein Buch mit dem Schwerpunkt „Partizipation“ – Wie können künstlerische Begegnungen mit Jugendlichen statt finden? Was sollten wir von Zahide, Gülcem, Shirin, Salma, Hussein, Justin, Hakan und all „unseren“ anderen Jugendlichen dringend lernen? Und wie wird daraus Kunst?

Ich muss an den Schreibtisch. Gut, dass es regne… Bis bald im August!

Gedanken zur Kulturellen Bildung

Die letzten Tage an der Schule. In diesem letzten vergangenen Halbjahr nahm die Klasse an einem außerschulischen künstlerischen Projekt teil. Wir haben uns in dieser Woche entschieden, dieses Projekt abzubrechen. Ich weiß, was das für die beteiligten KünstlerInnen bedeutet: Es kommt einer kleinen Katastrophe nahe. Ich habe so etwas noch nie gemacht. Und dennoch glaube ich, dass es richtig war. Im Folgenden möchte ich meine grundsätzlichen Gedanken zu diesem und anderen Projekten der Kulturellen Bildung beschreiben. Ich setze vorweg ein Zitat von Harald Welzer (aus: »Selbst denken – Eine Anleitung zum Widerstand«, S. Fischer Verlag 2013, S. 226–228):

»Jede und jeder hat auch die Möglichkeit, über die Themen zu sprechen, die ihr oder ihm wichtig sind, und genauso besteht in einem Rechtsstaat jederzeit die Möglichkeit zu benennen, was nicht in Ordnung ist. Kurz: Es existiert eine unendliche Menge von Möglichkeiten, es sich selbst und anderen unbequem zu machen. Das ist allerdings leicht gesagt, aber schwer getan. Man verletzt nämlich soziale Erwartungen, wenn man nicht einverstanden ist. (…) Denn das Erwartbare fordert keine Erklärung, das Abweichende muss begründet werden. (…) Auch wenn es faktisch nach allen rationalen Kriterien nichts kostet, seiner eigenen Überzeugung zu folgen, sind die sozialen Kosten dafür oft erstaunlich hoch, und allzu oft eben zu hoch, um sie zu entrichten. (…)«

Ich begründe nun das Abweichende wie folgt:

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