Der Film »Men & Chicken« und Inklusion

Der aktuelle Film »Men & Chicken« von Anders Thomas Jensen ist ein sehr komischer, böser und kluger Film. Darüberhinaus ist es aber auch der Film der Stunde zum Thema Inklusion.

Anders Thomas Jensen konfrontiert uns in »Men & Chicken« – wie auch schon in seinen vorherigen Filmen »Flickering Lights«, »Dänische Delikatessen« und »Adams Äpfel« – mit Charakteren, die wir auf jeden Fall außerhalb des durchschnittlichen Verhaltens-Spektrums verorten.

Anders ausgedrückt: Wir haben es hier mit Figuren zu tun, die uns zunächst irritieren, verstören – oder vielleicht sogar abstoßen. Doch Jensen liebt seine Figuren und schafft es auf unglaubliche Weise, dass auch wir Zuschauer sie im Verlaufe des Films liebenswert finden – oder doch zumindest Sympathien und Verständnis für ihre Perspektive auf die Welt entwickeln.

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Eigensinn und Bildungs-Glück

Menschen, denen man keinen Eigensinn zugesteht, sind in der Regel nicht besonders begeistert, wenn sie mit dem Eigensinn anderer konfrontiert werden. Das ist nicht weiter verwunderlich:

Der Frust darüber, dass man selbst NICHT das machen durfte, was man selbst wollte, führt dazu, dass man es anderen auch nicht gönnt.

Ich halte es aber für wichtig, dem Eigensinn unserer Schüler_innen nachzugehen und diesen zu bestärken. Das war der rettende »Turning Point«, als ich vor zehn Jahren an einer Neuköllner Schule zu scheitern drohte: Ich bestärkte meine Schüler_innen in dem, was sie selber wollten und konnten. Daraufhin liefen sie zur Hochform auf und WOLLTEN sich (von ihrer besseren Seite) zeigen.

Ich leistete mir selbst ein Stück weit Eigensinnigkeit – eine eigene, quasi »selbst ausgedachte« Form von Unterricht – und brachte auf diese Weise den Eigensinn meiner Schüler_innen hervor. Und damit ihre vielfältigen Potenziale.

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