Krisen und Kämpfe

Man soll den Tag, bzw. die tägliche Arbeit, nicht vor dem Abend loben, dachte ich wenige Tage nach meinem letzten Blog Eintrag… Denn letzten Donnerstag flog mir eine Probe mit der Quinoa-Klasse so richtig schön um die Ohren. Und auch am Freitag hatten wir noch ordentlich zu kämpfen, bis die innere und äußere Ordnung einigermaßen wieder hergestellt war. Das Gute daran ist: Inzwischen weiß ich, dass die Krise IMMER kommt. Ich warte fast darauf. Die Krise kommt – so professionell und tadellos die gesamte Arbeit und die Rahmung (derzeit durch die Quinoa-Schule) auch ist, so sehr wir auch „alles richtig“ machen mögen – plötzlich haben wir auch mal den Tag und/oder die Welt gegen uns. Und auch das ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit und deswegen schreibe ich darüber. Zu behaupten, dass immer die Sonne scheint, würde mir ohnehin niemand glauben, der schon mal an ähnlicher Stelle an den Rand seines Nervenkostüms gelangt ist… Für mich ist nach all diesen Jahren nur eines glücklicherweise anders als früher: Im Gegensatz zu meinen Anfängen in Neukölln, lasse ich mich nicht mehr so schnell aus der Fassung bringen – von der vermeintlichen Katastrophe. Ich denke dann immer: Ok. Es ist soweit. Her mit der Rüstung und rein in die Schlacht. Nicht gegen die Schüler_innen übrigens 😉 – sondern gegen das allgemeine AUFGEBEN. Wenn dies ein Märchen wäre, würde ich sagen: Es ist die Schlacht gegen den Teufel (in uns).

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Theaterprojekt in der Quinoa-Schule

Nach den Sommerferien hat die Quinoa-Privatschule mit ihrer ersten 7. Klasse im Wedding ihren Betrieb aufgenommen. Es gibt noch kein „richtiges“ Schulgebäude, der Unterricht findet derzeit in den Räumlichkeiten eines Postamts statt. Ich kenne die Gründer_innen Fiona Brunk und Stefan Döring seit etwa drei Jahren und habe eine leise Ahnung davon, was sie durchgemacht haben, um diese Schule Realität werden zu lassen. Denn Quinoa ist eine Privatschule, die bildungsbenachteiligten Kindern eine erfolgreiche Bildungsbiografie ermöglichen möchte. Daher kann sie sich aber nicht über das übliche Schulgeld der Eltern finanzieren – denn die Eltern haben dieses Geld nicht. In den letzten drei Jahren ging es also darum, eine Schule zu finanzieren – weitestgehend ohne staatliche Mittel – fast ausschließlich über Spenden. Sowohl die Gründer_innen als auch alle an der Schulgründung beteiligten Menschen arbeiteten drei Jahre quasi ohne Bezahlung, man könnte sagen idealistisch motiviert, um diese Schule möglich zu machen. Das ist ihnen nun gelungen: 26 Kinder aus dem Wedding haben seit vier Wochen Unterricht an der Quinoa-Schule.

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Abschlussbericht »Tear down this classroom«

Projekt-Titel:
»Tear down this classroom!«

Träger:
Mitspielgelegenheit e.V.

Teilnehmer_innen:
Teilnehmende waren 9 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren aus dem umliegenden Kiez Neukölln und eine Teach-First-Fellow-Studentin.

Thematik:
Stell dir vor, es ist Schule – und keiner geht hin!

Warum träumt jeder (nicht nur die Schüler_innen…!) davon, dass eines Tages, eines morgens, irgendwas passiert, und die Schule ausfällt?? Warum wünscht sich jeder insgeheim die Katastrophe?

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