Eigensinn und Bildungs-Glück

Menschen, denen man keinen Eigensinn zugesteht, sind in der Regel nicht besonders begeistert, wenn sie mit dem Eigensinn anderer konfrontiert werden. Das ist nicht weiter verwunderlich:

Der Frust darüber, dass man selbst NICHT das machen durfte, was man selbst wollte, führt dazu, dass man es anderen auch nicht gönnt.

Ich halte es aber für wichtig, dem Eigensinn unserer Schüler_innen nachzugehen und diesen zu bestärken. Das war der rettende »Turning Point«, als ich vor zehn Jahren an einer Neuköllner Schule zu scheitern drohte: Ich bestärkte meine Schüler_innen in dem, was sie selber wollten und konnten. Daraufhin liefen sie zur Hochform auf und WOLLTEN sich (von ihrer besseren Seite) zeigen.

Ich leistete mir selbst ein Stück weit Eigensinnigkeit – eine eigene, quasi »selbst ausgedachte« Form von Unterricht – und brachte auf diese Weise den Eigensinn meiner Schüler_innen hervor. Und damit ihre vielfältigen Potenziale.

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Prinzipien der Stückentwicklung beim Partizipativen Theater

Da nun gerade wieder ein gesamter Arbeitsprozess hinter mir liegt („Kafka im Kopf“ am Heimathafen, morgen und übermorgen letzte Vorstellungen), habe ich für mich selbst mal eine Aufstellung der wichtigsten Komponenten gemacht, die einen solchen Prozess ausmachen. Hinter allen einzelnen Aspekten stehen natürlich wiederum riesige Felder an Inhalten – aber wenn man es einmal „so auf einen Blick“ haben möchte – und das mag ich manchmal ja ganz gerne – dann hat man hier jetzt mal eine Art „Leitfaden“. Zu allen einzelnen Punkten kann sich ja jeder weiter vertiefen.

Also hier nun meine
Prinzipien der Stückentwicklung beim Partizipativen Theater
(von denen ich glaube, dass sie auf viele andere Felder übertragbar sind)

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Schule hacken durch Innovation!

Stichwort »Partizipative Spielwiese« bzw. »Startrampe«

Das Theatrale Mischpult (die Beltz-Karten-Kästen »Methodenrepertoire 1 und 2«) habe ich in der jahrelangen Praxis mit Neuköllner Jugendlichen entwickelt, auf der (zunächst verzweifelten) Suche nach ihrer intrinsischen Motivation – und inzwischen stelle ich fest, dass dieses Prinzip auf alle anderen Bereiche übertragbar ist.

Da es sich nicht um ein Rezept oder eine Ansammlung von starren, kleinschrittigen Übungen handelt – sondern ganz im Gegenteil um ein Grundprinzip, das tatsächliche Partizipation und immer wieder neue und andere Gestaltungswege ermöglicht, eröffnet es eine neue Perspektive darauf, wie Lernen (viel besser) funktionieren könnte… Dazu hier ein sehr interessanter kurzer Beitrag von ganz anderer Seite…

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