Unterricht muss ein Fest sein II

Ergänzend zu meinem letzten Blogeintrag sollte ich vielleicht noch sagen, dass mir natürlich klar ist, warum das „Gastgeber-Konzept“ an unseren Schulen so schwer durchzuhalten ist. Das weiß ich genau, dass das in unseren Strukturen wahnsinnig schwierig ist. Dennoch ist es das einzige, was hilft!

Wer nämlich meint: Ja, ja, sie hat gut reden – das kann sie vielleicht im Heimathafen machen und bei ihren Theaterproben – aber im normalen Unterricht geht das ja gar nicht! – Den möchte ich daran erinnern, dass ich diese Gastgeber-Rolle ja gerade in meinen Jahren an der Hauptschule (später Sekundarschule) in Neukölln gelernt habe…

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Unterricht muss ein Fest sein I

Das Erstaunliche an der derzeitigen Jugendtheatergruppe am Heimathafen ist: Eine so heterogene Gruppe hatte ich noch nie. Es ist fast zum Lachen – da rede ich immer davon, wie schön das wäre, wenn man wirklich mal so (!) unterschiedliche Jugendliche in einer Gruppe hat, dass man überhaupt gar keinen Vergleichsmaßstab mehr anlegen kann – und schwupps – habe ich genau so eine Gruppe: 18 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 24 Jahren, davon 12 Jungen, 6 Mädchen, alle mit verschiedensten sozialen und kulturellen Hintergründen. Einige sind ehemalige Schüler von mir aus Neukölln.

Plötzlich stehen sie vor mir. Strahlend. Jahrelang haben wir uns nicht gesehen. Junge hübsche Männer, ich muss mir den Tante-kommt-zu-Besuch-Satz verkneifen: Ihr seid ja „groß“ geworden! Noch immer der übliche Neuköllner Klamotten-Style und offensichtlich: das unvermeidliche, regelmäßige Training in der Muckibude…

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Vortrag zum Fachtag Darstellendes Spiel in Neumünster am 06.12.2014

Vielfalt als Ressource – der partizipative Theater-Unterricht: Kunst der Begegnung
Von Maike Plath

Das Thema „Heterogenität“ und das Bestreben, Vielfalt bestmöglich zu fördern, sind derzeit in unseren Schulen ein großes Thema. Wenn dies aber tatsächlich gelingen soll, müssen wir uns mit der dahinterliegenden größeren Idee beschäftigen – dem Konzept der Inklusion. Ich möchte meinen Vortrag mit einer Sensibilisierung für die Bedeutung dieser Begrifflichkeiten beginnen.

Was assoziieren wir, wenn wir den Begriff „Inklusion“ hören? – Die meisten Menschen lässt dieser Begriff derzeit an behinderte Menschen denken. Darin liegt bereits das erste große Missverständnis. Zu glauben, dass behinderte oder irgendwie anders benachteiligte Menschen in etwas „inkludiert“ werden müssen, ist Indiz für eine gegenteilige, nämliche EXKLUSIVE Geisteshaltung.

Wenn wir in unserem Unterricht Vielfalt als Chance – und nicht als (problematische?) Herausforderung – sehen wollen, ist aber eine inklusive Geisteshaltung die Grundvoraussetzung.

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