Türwächter*innen der Freiheit Teil 3/ Kapitel 2: The Shining

Selbstverständlich ist eine wahre Geschichte nur deswegen eine wahre Geschichte, weil sie frei erfunden ist. Ähnlichkeiten mit lebenden oder realen Personen wären daher rein zufällig.

Kapitel 2: The Shining

Also, ICH hätte ganz gerne deine Gedanken zum Thema Liebe gehört,  sagt Lene mit einem Hauch von Vorwurf in der Stimme, auch wenn sie den mit einem Grinsen abzumildern versucht. Ich verstehe ihre kleine Enttäuschung und habe das Gefühl, dass ich Cleo und ihr eine Erklärung schuldig bin. Wir sitzen im Cafe Casablanca, es ist spät, ich wollte gerade mit dem letzten Schluck Wein vor die Tür und eine rauchen, da spricht Cleo es dann doch noch an, Mist. Warum ich mit meiner Story, den „Türwächter*innen der Freiheit“, die ja in drei Teilen geplant war, so abrupt und unerwartet aufgehört habe. 

Und dann ausgerechnet beim Thema Liebe, ey, sagt Cleo und verdreht die Augen,  wo jetzt jede*r so denkt: Ja und was ist denn jetzt mit der Liebe? 

Ich schaue die beiden an und frage mich, ob ich das hier jetzt träume. Dass wir hier sitzen und alles so ist wie immer. Träume ich diese Situation oder war das andere der Traum? 

War ich im Berghain? Ich erinnere mich. Wir waren 8 Stunden dort. Am Ende saßen wir an einem langen Tresen irgendwo unten… Ich musste plötzlich an die Serie „Babylon Berlin“ denken. Es sah so ähnlich aus. 

Irgendwann haben Josh und ich dann beschlossen zu gehen. Wir laufen durch diese dunklen riesigen Räume, es fühlt sich an wie mitten in der Nacht, aber als wir rauskommen, ist es taghell und die Vögel zwitschern und ich sage: So lange es sowas gibt, wie das Berghain, mache ich mir keine Sorgen um die Demokratie…  und Josh lacht. Und wir gehen noch ein Stück zusammen, rauchen eine, dann stehen wir an der Straße, ich halte ein Taxi an, steige ein, Josh winkt, ich denke:  Das müssen wir bald wiederholen… und ich denke darüber nach – worüber wir gesprochen haben. Über die Liebe. Was ist mit der Liebe? Und ich schaue aus dem Fenster, ich mag das, im Taxi durch Berlin zu fahren, aber plötzlich wird mir klar, dass ich nicht nach Hause fahre. Ich bin auf dem Weg zum Flughafen Tegel. Irgendwas stimmt nicht. Mir ist schlecht vor Aufregung. Ich habe Angst. Ich weiß nicht, wohin ich fliege. Nach Zürich wahrscheinlich? Wo ich eine Veranstaltung geben soll? Wie all die Male vorher? Aber ich weiß nicht, was für eine Veranstaltung das sein soll. Ich habe es vergessen. Ich habe meine Sachen gar nicht dabei. Aus irgendeinem Grund ist es aber todeswichtig, dass ich diesen Flieger nach Zürich kriege. Warum? Dann stehe ich im Abflug-Terminal, um mich herum drei Sicherheitsbeamte in dunkelblauer Uniform, was wollen die? Ich weine. Sie trösten mich. Ich kann nicht nach Zürich. Die Grenzen zur Schweiz sind dicht. Ist jetzt Krieg oder was? Ich sitze wieder im Taxi, aber wohin? Ich will zu meinem Freund in unsere Wohnung, aber ich wohne nicht mehr dort. Mein Freund ist weg. Dann stehe ich am Alexanderplatz. Es weht ein eiskalter Wind. Ich stehe da und weiß: Irgendwas stimmt ganz und gar nicht. Dann weiß ich plötzlich, was es ist: Keine Menschen. Nirgends. Der Platz ist menschenleer. Der Himmel grau. Eine Plastiktüte hüpft über einer Pfütze auf und ab, als wäre sie das einzig lebendige Wesen hier. Sie tanzt. Ich weine. Warum?

Dann bin ich doch in Zürich. Oder war das vorher? Wie bin ich da hingekommen? Ein fremder Mann setzt neben mir am Tresen. Er ist vergnügt und charmant. Er sagt: Krise? Was für eine Krise? Er erzählt mir von seiner Yogalehrerin. Er findet es schön, dass jetzt alles so entschleunigt ist. 

Entschleunigt? Hä? Ich habe das Gefühl, in rasender Geschwindigkeit in einen Abgrund zu stürzen. Mein Leben donnert wie ein Hochgeschwindigkeitszug in schwindelerregendem Tempo auf einen Tunnel zu. Ein schwarzes Loch. Aber der Mann am Tresen stellt seinen Fuß ins Gleis und für einen Augenblick kommt der Zug zum Stehen. Ich habe das Gefühl, dass wir uns seit langem kennen, was natürlich Blödsinn ist und die ganze folgende Nacht liege ich wach in einem Hotelzimmer und denke: Maike, werde wieder normal. Werde BITTE wieder normal. Aber normal ist nochmal genau WAS…?? 

Ich liege auf der Straße vor einem Gemüseladen in Kreuzberg. Drei fremde Gesichter beugen sich über mich. Geht es Ihnen gut? Sie hatten einen Unfall. Sie sind auf den Kopf gefallen. Auf den Kopf gefallen? Ich sage: Ich bin doch nicht auf den Kopf gefallen, ha, ha… und stehe schnell wieder auf, aber den Rest des Tages sehe ich mich auf der Straße liegen, bin ich schon tot? Alles fühlt sich so leicht an. Berlin leuchtet wie eine changierende Hologram-Postkarte in schillernden Farben. Wo ist mein Zuhause? Ich weiß nicht, welche Adresse ich dem Taxifahrer sagen soll. Ich wohne wie früher wieder in einer WG bei meiner Freundin. In einer riesigen Altbauwohnung im Prenzlauer Berg. Aber das ist lange her. Ist das jetzt oder Anfang der 2000-er? Ich tanze auf einer Party. Aber es ist seltsam, ich kenne niemanden. Wie bin ich hierhergekommen? Die Leute werfen mir seltsame Blicke zu. Ich gehe auf die Toilette, werfe einen Blick in den Spiegel. Ich sehe aus wie ein Zombie. Mein Gesicht ist geteilt in zwei Hälften. Die eine Seite – das bin ich – , die andere Seite ist dunkel-lila, fast schwarz, das Auge zugeschwollen, verklebtes Blut zwischen den Haaren. Ich bin definitiv tot. Sowas überlebt man nicht. Oder? Doch. Es geht weiter. Ich gehe wieder hoch, von oben kommt Musik. Da sitzt Josh. Ich bin erleichtert und setze mich neben ihn an den Tresen. Wir trinken Gin Tonic. Er sagt: Das ist der letzte Abend. Ich sag dir: Die machen schon morgen alles dicht. Wer weiß, wann wir jemals wieder in einer Bar sitzen können. Ich will nach Hause, mir ist schlecht, ich wühle mich durch die schwitzenden Menschen nach draußen. Es ist dunkel und kalt. Ich weiß nicht, wo ich wohne und gehe einfach die Straßen weiter. Dann ist es plötzlich mitten am Tag. Ich biege um die Ecke auf die Karl-Marx-Straße. Noch ein paar Meter bis zum Cafe Casablanca. Die Sonne steht tief, die Leute tragen Masken. Das Tor zum Eingang ist verrammelt. Und durch die Gitterstäbe sehe ich in den verlassenen Hof. Ein einsamer Holzstuhl. Umgekippt. Und um die Lehne rot-und weiß-gestreiftes Flatterband. Wir haben bis auf weiteres geschlossen. Es ist, als hätte ich das schon lange gewusst. Das habe ich geträumt. Oder? Und wieder kommt diese Angst. Wovor? Dann bin ich im Büro. Da sitzen wir alle und reden über Workshops und Theaterproben – über unsere Arbeit, die sich gegen die Sheriffs dieser Welt richtet, gegen Zombieapokalypsen in Lehrerzimmern, gegen ängstliche Anpassung und für mehr Sichtbarkeit und Selbstbestimmung all derjenigen, die Ermutigung brauchen, den Hofknicks vor den Sheriffs sein zu lassen inklusive auch all derjenigen, die von den Grundrechten und Freiheiten der Demokratie in Deutschland bisher leider noch nicht so viel gemerkt hatten, weil sie ihre ganze Energie bisher darauf hatten verwenden müssen, um erstmal ihre Grundbedürfnisse und Perspektiven wahrzunehmen – erstens – und zweitens sie formulieren zu können und drittens: Damit überhaupt ernst genommen zu werden. Das war unsere Arbeit. Und das hatte ja gerade erst so ein bisschen angefangen und nun sitze ich da auf meinem Bürostuhl wie gelähmt und verstehe nicht: Was ist los mit mir? Woher kommt diese Angst? Diese inneren Bilder einer Katastrophe, eines ewigen Dornröschenschlafs. Was ist das für ein Unsinn? Wir sitzen im Büro und planen noch diese ganzen zukünftigen Termine. Die niemals stattfinden werden. Denke ich. Doch das klingt zu diesem Zeitpunkt völlig irre und ich schweige. Wir planen Dinge und besprechen Sachen, draußen scheint die Sonne, aber mir ist schlecht. Meine Zunge fühlt sich an wie ein riesiges, nasses Toastbrot. Ich kann nicht schlucken. Ich schweige dann mal besser. Und mein Kopfkino knallt durch. Unauffällig umfasse ich unter der Schreibtischplatte mit der einen Hand meine andere und lasse die Angst einmal durch mich durchrollen. Woher kommt diese innere Panik? Weil ich fürchte, dass alles, was mir wichtig war und mühsam und kleinschrittig errungen wurde, jetzt wie der Stein von Sisyphos den ganzen Berg wieder runter kollert? Aber der Gedanke ist zu monströs. Scheint so unpassend. Es wirkt wie Alarmismus. Oder vollkommen übertriebene Schwarzmalerei. Das breiige Toastbrot in meinem Mund blockiert jegliche Formulierung von Worten. Ok. Planen wir einfach alles so, als wäre nix. Wird schon alles nicht so schlimm. Bisschen Schulausfall. Bisschen Masken. Ist ja nun wirklich nicht so schlimm. Was sollen die Geflüchteten sagen, die aus Kriegsgebieten gekommen sind? Ja genau. Denke ich in einem Anfall von Zynismus: Die wird auch das jetzt wieder am meisten treffen. Aber ich kann es nicht formulieren. Ich bin in einem Alptraum, in dem keine Worte aus meinem Mund kommen. Am nächsten Tag schließen die Geschäfte, die Restaurants, die Theater, die Kinos, die Schulen. Ich gehe joggen. Berlin ist tot. Ich laufe die Sonnenallee entlang zum Hermannplatz. Normalerweise ist hier kein Durchkommen, Gedrängel, Gehupe, Musik. Heute kann ich in der Mitte der Straße laufen. Es ist niemand mehr da. Wie in diesem Apokalypse-Film mit Will Smith im menschenleeren New York… Wie hieß der noch? Die Tage schleppen sich dahin. Meine Wohnung ist fremd. Wie ein Hotelzimmer in einer fremden Stadt. Mein Nachbar ist ein Troll und hatet linksversiffte Fotzen. Er donnert mitten in der Nacht gegen meine Tür und schreit: Ich bring dich um du Schlampe. Ich liege auf dem Bett und kann mich nicht bewegen. Auch nicht atmen. Mein Herz rast. Bin ich nicht schon tot? Ich habe immer gedacht, Meditation ist nichts für mich. Jetzt ist es das einzige, was überhaupt noch hilft. Ich schaffe es zu atmen und irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit mit einer Hand die andere Hand zu umfassen. Das ist ein lebendiger Arm. Ich bin kein Zombie. Ich taste nach meinem Handy. Es fällt runter. Scheiße. Der Nachbar bearbeitet weiter meine Wohnungstür.  Hello! This is Jackie! Du Fotze! Ihr seid doch alle gleich! Ich bring dich um! Gleich kommt die Axt. Ich wähle den Notruf. Stehe am Fenster. Weine. Aber merke es nicht. Da kommt ein Polizei-Auto. Es hält. Zwei Beamte steigen aus. Es klingelt. Ich wanke auf Puddingknien zur Tür, drücke den Summer. Dann stehen sie vor meiner Tür. Ich brauche etwas, um mich zu trauen, aufzumachen. Die Polizei-Beamtin redet mit mir durch die Tür. Ich schaffe es. Da stehen die beiden. Jung. Denke ich. Und voll normal. Neuköllner Polizei-Beamte halt. Mit denen habe ich bisher immer ganz gute Erfahrungen gemacht. Marke: Dit-is-noch-nich-dit-Schlimmste-Pragmatismus. Am liebsten würde ich sagen: Kann ich mit euch auf die Wache? Ich halte es hier keine Sekunde länger aus. Stattdessen weise ich stumm auf die Wohnungstür meines Nachbarn. Irgendwelche Worte. I don`t know. Die Polizeibeamtin nickt.  Dann gehen Se mal wieder rein und machen die Tür zu. Wir kommen gleich wieder. Ok. Ich stehe in meinem Flur wie ein Kind, dem die Mama gesagt hat: Warte da! Ich warte da. Und höre, wie Mama meinen Nachbarn fertig macht. Nee, dit is keene Schlampe und von ner Party war da nix zu sehen und jetzt reißen Se sich ma zusammen, sonst nehmen wa Se mit, dann is hier Schluss mit lustig. Dit gibt ne Anzeige wegen Belästigung, wenn nich sogar schlimmer, dit kann ick Ihnen schon ma sagen… 

Ich stehe hinter der Tür und feiere meine Mama. Kurz darauf klingelt es erneut an meiner Tür, ich öffne, und meine Mama erklärt mir noch mal, dass ich sofort wieder anrufen soll, wenn der Typ wieder loslegen sollte. Tatsächlich tut er das, kaum, dass der Polizeiwagen unten außer Sicht ist. Der Anschiss war offenbar nicht wirklich nachhaltig. Das Gepolter und Krakeele geht wieder los. Es ist 3.20 in der Nacht. Mit zitternden Fingern tippe ich erneut 110. Und die Beamten kommen wieder. Danach bleibt es ruhig in der Nacht, doch die Episode ist nur der Auftakt zu einer sich ständig wiederholenden Tirade frauenfeindlicher Beschimpfungen und Bedrohungen – nachts, morgens früh, abends, egal. Der Typ ist unberechenbar. Ich traue mich bald kaum mehr eine quietschende Schublade in meiner Wohnung zu öffnen, aus Angst, das könnte den irren Nachbarn wieder triggern. Die Hausverwaltung rät mir, ein akribisches Protokoll seiner Übergriffe zu führen, mit Datum, Uhrzeit und Vorfallbeschreibung. Ich beginne mit meiner Hausaufgabe, ertappe mich aber dabei, dass mir die mentale Dauerbeschäftigung mit diesem Menschen die letzte Kraft raubt und mich in einen Dauerzustand der Angst versetzt.

Und was soll das letztendlich bringen mit diesem Protokoll,  frage ich den Herrn bei der Hausverwaltung.  Dann können wir den irgendwann auf die Straße setzen,  kommt die ungerührte Antwort,wir brauchen nur eine wasserdichte Dokumentation. 

Aha,  antworte ich entgeistert,  aber Ihnen ist schon klar, dass mich das in seinen Augen nicht gerade beliebter macht, oder? Und so lange muss ich Tür an Tür mit diesem Verrückten leben und hoffe, dass der mich nicht absticht…?

Der Herr von der Hausverwaltung zuckt mit den Schultern.  Ne andere Lösung gibt’s nicht. Die Mieter haben ja auch Rechte. Ohne Ihr Protokoll können wir den nicht raus kegeln… 

Jetzt bin ich fassungslos.  Das heißt: Eigentlich können Sie erst was machen, wenn`s zu spät ist, also, wenn was passiert ist und ich blutend im Hausflur liege, oder was…?

Ich merke: Das ist dem Herrn jetzt unangenehm. Aber ja. So siehts letztendlich aus. Der Mann macht ein trauriges Gesicht und nickt.  Mehr kann ich da nicht für Sie tun. Das müssen Sie dann selber entscheiden. 

Super. Ich kann also monatelang meine Denunziations-Hausaufgaben machen, woraufhin die Hausverwaltung Mahnungen an ihn schicken kann, dass er aufgrund meiner Aussagen vielleicht seine Wohnung verliert – und dabei hoffen, dass er sich dadurch TOTAL beruhigt und mich als Nachbarin zu schätzen lernt und in der Folge in Ruhe lässt … 

Ich lösche meine angefangene Hausaufgabe und klappe langsam mein Laptop zu. Irrsinn. Ich muss was anderes tun. Aufhören, Angst zu haben. Den Irrsinn als Teil meines Lebens akzeptieren und damit umgehen lernen. Bestenfalls selbstbestimmt und guter Laune. Ich beginne mein tägliches mentales Training… Keine Angst. Keine Angst. Keine Angst.

Während ich im Innern meiner realen und meiner gedanklichen Wohnung Schritt für Schritt die immer wieder hoch flackernde Panik zu bezwingen versuche, verschwindet in der Welt da draußen Scheibchen für Scheibchen das vertraute Leben, das ich kenne. Und die (gefühlte) Sicherheit, von der ich vorher gar nicht gewusst hatte, dass sie da gewesen war: Dieses Gefühl, dass im Großen und Ganzen schon alles so bleibt, wie es ist – bzw. besser werden kann, wenn wir uns gezielt und mit Power dafür einsetzen. Das einzige, was jetzt noch wirklich sicher ist, ist, dass die Sonne morgens aufgeht. Leider scheint das schon bald in der Tat das einzige zu sein, was noch unumstößlich feststeht: Der morgendliche Sonnenaufgang. Ich fange an, seltsame Rituale zu entwickeln. Immer zur selben Zeit aufstehen. (Denn ich schlafe schlecht und bin dauernd müde. Insomnia. Wenn ich nicht trotzdem immer zur gleichen Zeit aufstehe, so fürchte ich, rutscht mir der letzte Rest eines geregelten Alltags wie ein großes Schneebrett ins Tal). Also: Um sieben aufstehen. Kaffee kochen, auf dem Balkon mit dem Kaffee eine Zigarette rauchen und den Vögeln lauschen – in dieser großen, seltsamen Stille. Dann Joggen gehen und dabei Podcasts hören. Damit ich die ohrenbetäubende Stille nicht STÄNDIG hören muss. Bzw. damit der Mindfuck nicht in diese Stille reingrätscht, der nämlich die ganze Zeit über zähnefletschend bereitsteht und nur auf seinen Einsatz wartet, um zukünftige Horrorszenarien zu produzieren. Punkt neun am Schreibtisch sitzen. Zoom. Mails. Online Workshops. Das Leben in einer Streichholzschachtel. Was ist das alles für ein wahnsinniger Trip? Und wann wache ich endlich auf? Mein Handy brummt. Ich schaue auf den Display. Es ist Taher.