Veto-Weiterbildung in der Schweiz am Traum-Ort Seminar-Hotel Lihn

Diesen wunderbaren Ort habe ich dank Urs Eisenbart, unserem Partner in der Schweiz, kennen gelernt – der im Übrigen eine besondere Fähigkeit dafür hat, ungewöhnliche und schöne Orte zu entdecken…  

Danke dafür!! Alle weiteren Infos zur Veto-Weiterbildung in der Schweiz findet ihr unten. Klickt einfach auf den link! 

Gestern Nacht träumte ich, ich sei wieder in Manderley – nein, in den Bergen im Seminarhotel Lihn. Ich sah mich auf der weiten Panorama-Terrasse stehen mit Blick auf die gegenüberliegenden Bergketten, die Churfirsten, und unten das tiefgrüne schimmernde Wasser des riesigen Walensee, der sich – eigentlich eher wie ein Meer – bis zum Horizont erstreckt, umgeben von den Schweizer Voralpen, auf denen trotz der noch sommerlichen Temperaturen bereits der erste Schnee in der Sonne glitzert.

Ich hatte früher als Kind ein Bilderbuch, in dem die Geschichte von Peter Pan erzählt wurde. Es kann sein, dass ich damals noch gar nicht lesen konnte, denn die Einzelheiten der Geschichte habe ich vergessen – aber an die Bilder muss ich noch bis heute denken: Und der Blick von der Terrasse verschlägt mir jetzt ein bisschen die Sprache, denn: Die Märchen-Welt von Peter Pan sah genauso aus wie diese hier: Grün schimmernders Wasser bis zum Horizont umgeben von Bergen, über deren weißen Gipfeln feine, tuffige Ringe von Nebelschwaden hängen. Es ist ein bisschen so, als bräuchte ich nur die Arme ausbreiten, mich leicht vom Boden abstoßen und könnte plötzlich fliegen – und würde leicht wie Peter Pan über die Weiten dieser Traumlandschaft schweben. 

Das alles IST übrigens gar kein Traum. Naja ok. Vielleicht das Fliegen-Können. Das andere aber nicht. Ich war auf dieser Terrasse und es gibt diesen Ort. Und ich habe ihn ausgesucht, weil in meinen Träumen der Ort, wo wir arbeiten, genauso aussah. Ich wusste nur bis vor kurzem gar nicht, dass es diesen Ort WIRKLICH gibt. 

Und wenn ich mich von dem atemberaubenden Anblick der Peter-Pan-Landschaft abwende und mich umdrehe, stehe ich vor einer weitläufigen Glasfront, auf der rechten Seite eine im Vergleich klein wirkende Tür, ich öffne sie und betrete das riesige, lichtdurchflutete Restaurant mit den hohen Decken, den feinen, langen Holztischen, dem gedämpften Gemurmel der Gäste. Es duftet nach gutem Essen und sieht aus wie ein Ort in einem James-Bond-Film: Edel, weitläufig und umgeben nur von Glas, durch das man auf die Berge rundherum blickt. 

Ich denke, dass ich hier hundert Jahre sitzen, schauen und schreiben will. 

Stattdessen setze ich mich jetzt erstmal an einen Tisch und bestelle einen Salat und eine Ovomaltine. Der Kellner stellt mir kurz darauf eine dampfende, weiße Tasse mit dem vertrauten orange-braunen Schriftzug darauf vor die Nase und erklärt, dass ich mir den Salat vom Buffet holen kann. So viel ich will. Ich stehe also auf, gehe zum Buffet und lade mir die leckersten Salat-Variationen auf den Teller. Es gibt genau die Sachen, die ich am liebsten mag. Auch die Dressing-Sorten. Es fällt schwer, sich zu entscheiden. Direkt neben dem Salat-Buffet befindet sich das Buffet mit den warmen Hauptspeisen und ich bedaure, dass ich gerade zu wenig Hunger habe, denn beim Anblick und beim Duft der Menü-Variationen läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ok. Das dann auf jeden Fall beim nächsten Mal. 

Später laufe ich dann ein wenig andächtig durch die Seminarräume des Hotels. Überall fühlt es sich an, als wäre ich in großen Glasraum-Kapseln inmitten atemberaubender Natur. Wo kann der Blick nach innen besser gelingen als an einem Ort, wo der Blick nach außen so weit und so schön ist? Ich denke: So können sich die Arbeitsprozesse wie FERIEN anfühlen. Ferien im Innen und im Außen. 

Zum Schluss inspiziere ich zahlreiche Hotelzimmer. In einem von ihnen werfe ich mich auf das breite, schöne Bett und schaue von dort aus  – ja, richtig – hinaus auf die Berge. Ich liege auf einem Bett mitten drin in der Peter-Pan-Landschaft. Nicht zu fassen. Vielleicht schreibe und arbeite ich einfach von hier aus und bleibe von nun an für immer in diesem kuscheligen Bett mit Weitblick? Denn was braucht Mensch mehr? Natürlich weiß ich die Antwort: BEWEGUNG. Wenn ich nicht joggen kann, werde ich nach einiger Zeit kribbelig. Also laufe ich wenig später noch ein wenig durchs Gelände rund um das Hotel. Und nun ja. Was soll ich sagen? Das ist wie Wandern bzw. Joggen durch unrealistische Bilderbuchlandschaft. Fast zum Lachen. Sogar das Ein-Atmen fühlt sich gesund an. Wahrscheinlich ist es das auch.

Und wieder denke ich: Wenn der Blick nach außen so weit und so schön ist, dann kann ich endlich in Ruhe den Blick nach innen wagen. 

Es ist erstaunlich, dass es den Ort aus meinen Träumen also wirklich gibt. Ich weiß, dass ich nicht immer wie in einem Traum leben kann. Aber wenn wir innerhalb der realen Welt gesund bleiben wollen, ist es vielleicht manchmal nützlich oder sogar notwendig an einem traumhaften Ort einen Boxen-Stopp vom Realen einzulegen und Ruhe, Sinn und innere Verbundenheit zu tanken. Zeit zu verlieren, um Zeit zu gewinnen. 

Ich liebe die Arbeit mit dem Veto-Prinzip. Egal an welchem Ort. Denn ÜBERALL entsteht darüber Neues und Erstaunliches – und vor allem Verbindung zwischen Menschen. 

Und jetzt gibt es aber AUCH noch diesen Ort. Wie eine geschützte Glaskugel inmitten einer lauten, beunruhigen und fordernden Welt. Wo wir zumindest ein paar Mal in unserem Leben sein können, um all das aufzutanken, was wir für die Welt da draußen brauchen. Und damit wir nicht nur davon träumen können, sondern in der Erinnerung jederzeit wieder dahin zurückkehren und Kraft tanken können. 

Gestern Nacht träumte ich, ich sei wieder im Berghotel auf der Terrasse in Lihn… 

Hier der link zum PDF mit allen Informationen zur Veto-Weiterbildung:

https://act-berlin.de/wp-content/uploads/Veto-Institut_Informationen-zur-Weiterbildung-1.pdf