Newsletter: Raider heißt jetzt Twix! Das Mischpult-Prinzip heißt jetzt Veto-Prinzip!

Folgst du noch oder führst du schon? 

 
Umbenennung meines Konzepts in Veto-Prinzip: Das Veto Recht ist der Fluss, der das Land des Gehorsams vom Land der inneren Freiheit trennt. 
 

 

 
Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Urlaub und seid erholt zurück…! 
 
Ich habe mir in der Sommerpause die Welt mal von oben angeguckt (in den Bergen wandern gewesen) – und da ist mir dann aufgefallen, dass es „von oben betrachtet“ eigentlich viel logischer ist, wenn mein Konzept schon im Titel den Kern des Ganzen benennt. Daher habe ich mich entschieden, das „Mischpult-Prinzip“ umzubenennen. Es heißt ab sofort:

Das Veto-Prinzip.

Denn letztendlich geht es im Wesentlichen darum, einen grundsätzlich anderen Führungs-Stil zu etablieren, der von den Bedürfnissen, Grenzen und Fähigkeiten aller Beteiligten ausgeht – und nicht von einer gesetzten Norm. Das steckt zwar auch schon im Wort „Mischpult“ drin – aber wo es doch am deutlichsten wird, ist das implementierte Veto-Recht. 
 

Das Veto-Recht

Ich finde es immer noch erstaunlich, dass wir – besonders in Schulen – auf so viele Widerstände damit stoßen. Dabei finde ich es – umgekehrt – ein bisschen absurd, was so KRASS daran sein soll, dass wir jedem Menschen die Möglichkeit einräumen, die jeweils eigenen Grenzen schützen zu dürfen. Denn um nichts anderes geht es beim Veto. Und in der Elternerziehung ist dieser Ansatz durch Jesper Juul schon lange bekannt. 
 

Konzeptionelle Übertragung des Begriffes der gleichwürdigen Führung von Jesper Juul auf alle Führungs-Kontexte mit Gruppen

Das Veto-Prinzip ist ein Konzept, das den Begriff der gleichwürdigen Führung, wie ihn Jesper Juul für die Elternarbeit ausformuliert hat, transparent und anschaulich auf alle Führungs-Kontexte mit Gruppen überträgt und dafür eine praxisnahe, transparente Didaktik mit grundlegenden Instrumenten anbietet.
 
Das Wichtigste dieser Instrumente ist das Veto Recht. Denn erst dadurch wird echte Gleichwürdigkeit überhaupt möglich. 
 
Dass auf die Einführung des Veto-Rechts zunächst einmal aufregende und teilweise konflikthafte Prozesse folgen, liegt nicht daran, dass das Veto Recht so KRASS ist – sondern daran, das wir uns alle im systemischen und institutionellen Anpassungszwang so dermaßen daran GEWÖHNT haben, dass Grenzen und Bedürfnisse ständig missachtet werden. Insbesondere derjenigen, die in stark normierten Räumen Nachteile erleben. 
 

Gewöhnungseffekt: Unhinterfragte Restbestände unserer autoritären Prägung: Belohnung, Bestrafung, Manipulation – oder echte Gleichwürdigkeit?

Und genau WEGEN dieses massiven und sehr zweifelhaften „autoritären Gewöhnungs-Effektes“ braucht es so viel Zeit und Energie, bis wir den Weg zu mehr Autonomie und innerer Freiheit langsam wieder erkennen und gehen können. Es ist nicht das Veto-Recht, das krass ist. Sondern die Tatsache, dass wir es soweit haben kommen lassen, dass es uns so wahnsinnig erschreckt, wenn Menschen auch mal „nein“ sagen dürfen. 
 
Es wird allerhöchste Zeit, dass wir den jeweils eigenen Weg zur inneren Autonomie wieder finden und damit zu einer natürlichen Autorität. Und dass wir diesen Weg bei anderen wieder zu initiieren lernen, statt auf autoritäre Verhaltensweisen wie Belohnung, Bestrafung oder Manipulation zu setzen. Denn nur wer innerlich frei ist, kann und will echte Verantwortung übernehmen und mit anderen Menschen auf gemeinsame Ziele hin kooperieren.  
 

Das Veto-Recht ist der Fluss (der Rubikon), den es zu überschreiten gilt, um den Prozess zu echter innerer Autonomie zu finden

Da das Veto-Recht quasi der Rubikon ist, den es zu überschreiten gilt, bevor – sowohl bei uns selbst als auch bei anderen – der Prozess hin zur inneren Freiheit und damit hin zu einer starken authentischen Führungskraft überhaupt beginnen kann, ist das Gesamtkonzept nun genau danach benannt. 
 
Das Veto-Recht ist der Fluss, der das Land des inneren Gehorsams vom Land der inneren Freiheit trennt.

Um den Fluss zu durchqueren und uns dann im Land der inneren Freiheit zurecht zu finden, brauchen wir zunächst die Begleitung von Bergführer*innen (Führungstyp Schildkröte) und neue Landkarten zur Orientierung. Die alten Landkarten können uns hier keine Orientierung bieten. Irgendwann können wir uns im Land der inneren Freiheit dann auch alleine zurechtfinden und unsere eigenen Wege und Routen finden. Und wenn wir uns das zutrauen, in einem letzten Schritt auch die Führung anderer – durch das für andere noch neue Gelände. 
 

Die Weiterbildung

 
Um diesen Prozess zur inneren Freiheit und natürlichen Autorität geht es dann auch komprimiert in meiner neuen Weiterbildung und den vier neuen ACT-Führungs-Workshops. 
 
Die Weiterbildung bietet die Möglichkeit mit einer festen Gruppe fünf aufeinander aufbauende Intensiv-Module zu erleben. 
 
Die ACT- Führungs-Workshops dagegen sind einzeln buchbar und geben jeweils Einblick in EINEN thematischen Baustein des Veto-Führungstrainings. 

Und darum geht es:


 

 
In erster Linie um dich selbst: Folgst du noch oder führst du schon? – In deinem beruflichen Umfeld, in deinen Beziehungen, in deinem Alltag? 
Wo führst du NICHT und unterwirfst dich stattdessen den Erwartungen anderer? WARUM machst du das und wo fühlst du dich damit gut und wo NICHT? Warum fällt es dir schwer, „Nein“ zu sagen und das „Nein“ von anderen zu akzeptieren? Und was hat das mit Führung und natürlicher Autorität zu tun? 

Fragen auf dem Weg zur inneren Freiheit und zur natürlichen Autorität:

 
 

Wovor habe ich eigentlich Angst, wenn ich anderen ein „Nein“ erlaube?
Warum löst der Widerstand von anderen ein so unangenehmes Gefühl in mir aus?
Was versuche ich bei mir selber zu verdrängen, bzw. NICHT anzuschauen?
Woher kommt mein Unbehagen beim Veto? Sowohl, wenn ich es von anderen erfahre, als auch, wenn ich es selbst anwende?
Wem will ich gefallen?
Was denke ich verteidigen zu müssen?
Wie will ich als Lehr- und Führungsperson eigentlich sein und was will ich langfristig erreichen?
Wo handle ich auf der Basis meiner eigenen Werte (welches SIND meine eigenen Werte?) und wo handle ich fremdbestimmt?
Wo in meinem persönlichen Alltag bin ich ebenfalls fremdbestimmt – und warum eigentlich?
Wo – in welchen Situationen – bin ich Erdmännchen oder Kläffer oder Löwe – und wie wäre meine Version des Führungstyps Schildkröte? Sowohl im beruflichen wie auch im privaten Leben?
Was fehlt mir, um klar und deutlich zu sagen „Ich will“ und entsprechend zu handeln?
Was muss ich tun, um ein authentischer und freier Mensch zu sein – eine natürliche Autorität?
Was muss ich tun, um Regie über mein eigenes Leben zu führen und wie kann ich dabei ein „Role Model“ für andere sein?
Wie kann ich Führung übernehmen, ohne mich fremden Erwartungen zu unterwerfen bzw. selbst autoritär zu handeln, sondern stattdessen natürliche Autorität zu SEIN – in allen Lebenskontexten –  als der Mensch, der ich bin?
 
Gearbeitet wird mit dem Instrument des Mischpults. 
 
Folgende Konzept-Koordinaten bilden darüber hinaus die Basis für das Veto-Prinzip als Gesamtkonzept:
 

Das Veto-Prinzip: Konzeptkoordinaten

 
Arbeit mit den sieben demokratischen Führungs-Jokern: 
Veto. Tempo. Klarheit. Verantwortung. Störgefühl. Freispiel (Aussteigen und selbst fahren). Blick von außen.

Das Mischpult

Arbeit nach dem Dreischritt (Ziel, Erfahrungsspielraum, Reflexion)
 
Werte statt Normen
 
Orientierung an Skalen statt an vorgegebenen Standards („Skala statt Tabelle“)
 
Prinzip des Offenen Wissens
 
Klar geregelte Spielfelder, Koordinaten zur Orientierung und Selbststeuerung nach Skalen-Prinzip
 
Training Führungskompetenz auf Basis der Statuslehre und den Vier Führungs-
 
Statustypen: Löwe, Kläffer, Erdmännchen, Schildkröte
 
Arbeit auf den Ebenen: Kognition. Emotion. Körper. Spiel.
 
Narrative und Bilder
 

Weitere Informationen dazu findet ihr hier.
Und in meinem aktuellen Blog Eintrag hier.
 
Informationen und Anmeldung zur Weiterbildung: 
Informationen zur Anmeldung, Orte und Termine zur Weiterbildung und den ACT Führungs-Workshops findet ihr hier.
 
Insgesamt findet ihr alle meine Veranstaltungen zum Veto Prinzip auf meiner Seite unter „Veranstaltungen und Workshops“.
 
Vielleicht bis bald! 

Eure Maike