Vetodik – Die Kunst der Methodik und Didaktik des Veto-Prinzips

Vetodik ist die Kunst der Methodik und Didaktik des Veto-Prinzips. Sie unterscheidet sich von herkömmlichen methodischen und didaktischen Ansätzen in zentralen Punkten. Zum Beispiel:

Die Prozesse nach Veto-Prinzip folgen keiner linearen Lern-Logik, sondern orientieren sich an den Erkenntnissen aus der Gehirnforschung, nach der Lernen nicht linear verläuft, sondern quasi in ‚Schüben‘, die sich immer wieder auch mit (scheinbarer) Stagnation abwechseln. Sehr viele verschiedene Informationen werden gleichzeitig zugemutet, dabei wird die Fähigkeit trainiert, auf der Basis von Integrität immer neue, individuelle Entscheidungen und eine eigene, einzigartige Auswahl zu treffen, die wiederum zu neuen individuellen Fragen und neuen Auswahl-Entscheidungen bezüglich des Materials führt. 

Alle Prozesse sind dabei grundsätzlich auf gemeinsame Ziele ausgerichtet, so dass auf der Basis von echter Integrität zunehmend Kooperation und gemeinsames Handeln entsteht. 

Alle Lernprozesse des Veto-Prinzips wirken zugleich auf allen drei Ebenen: KOGNITION. EMOTION. KÖRPER. 

Vetodik bedeutet zum Beispiel:
• Gruppenprozesse so zu planen und durchzuführen, dass alle sich zunehmend selbstverantwortlich und zunehmend intrinsisch motiviert (Integrität) in immer komplexer werdenden Themenfeldern selbst zu steuern lernen. 

• Gruppenprozesse so zu planen und durchzuführen, dass immer einfache Einstiege und Zugänge möglich sind (LOW FLOOR), dass grundsätzlich so viel Informationen, Wissen und Themengebiete gleichzeitig zur Verfügung stehen, dass sie unmöglich auf lineare Weise im jeweils zur Verfügung stehenden Zeitrahmen ‚verstoffwechselt’ werden können, aber unendlich viele Möglichkeiten des individuellen Zugriffs ermöglichen (WIDE WALLS) und DAHER Lern- und Erkenntnisprozesse ermöglichen, die den Erkenntnisstand der Lehr- und Führungsperson – bzw. den gegenwärtig bestehenden, allgemein gängigen Wissens- und Erkenntnisstand – weit überschreiten können. (HIGH CEILING).
• Gruppenprozesse so zu planen und durchzuführen, dass die Dramaturgie der Prozesse dem Dreischritt folgt: Ziel. Erfahrungsspielraum. Reflexion. 
• Gruppenprozesse so zu planen und durchzuführen, dass alle Mitglieder der Gruppe fortwährend sowohl Führungskompetenz und Verantwortung als auch Kooperationswillen und Fähigkeit zu echtem Verbundensein mit anderen ständig weiter ausbilden. 

Verschiedene Texte und YouTube-Beiträge zur Vetodik in Kürze hier und auf meinem YouTube-Kanal ‚Rede mal ordentlich, Frau Plath!‘.