Inklusives Wochenende

Am Wochenende habe ich erstmals mit einer Gruppe von Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen mit dem „Theatralen Mischpult“ gearbeitet. Wenn ich das auch vorher schon geahnt habe, so war ich doch überrascht, wie schnell und begeistert sich die Gruppe auf diese Methode einließ. Allerdings war das in den frühen Morgenstunden noch nicht absehbar. Denn … Inklusives Wochenende weiterlesen

Unterricht muss ein Fest sein II

Ergänzend zu meinem letzten Blogeintrag sollte ich vielleicht noch sagen, dass mir natürlich klar ist, warum das „Gastgeber-Konzept“ an unseren Schulen so schwer durchzuhalten ist. Das weiß ich genau, dass das in unseren Strukturen wahnsinnig schwierig ist. Dennoch ist es das einzige, was hilft! Wer nämlich meint: Ja, ja, sie hat gut reden – das … Unterricht muss ein Fest sein II weiterlesen

Unterricht muss ein Fest sein I

Das Erstaunliche an der derzeitigen Jugendtheatergruppe am Heimathafen ist: Eine so heterogene Gruppe hatte ich noch nie. Es ist fast zum Lachen – da rede ich immer davon, wie schön das wäre, wenn man wirklich mal so (!) unterschiedliche Jugendliche in einer Gruppe hat, dass man überhaupt gar keinen Vergleichsmaßstab mehr anlegen kann – und … Unterricht muss ein Fest sein I weiterlesen

Vortrag zum Fachtag Darstellendes Spiel in Neumünster am 06.12.2014

Vielfalt als Ressource – der partizipative Theater-Unterricht: Kunst der Begegnung Von Maike Plath Das Thema „Heterogenität“ und das Bestreben, Vielfalt bestmöglich zu fördern, sind derzeit in unseren Schulen ein großes Thema. Wenn dies aber tatsächlich gelingen soll, müssen wir uns mit der dahinterliegenden größeren Idee beschäftigen – dem Konzept der Inklusion. Ich möchte meinen Vortrag … Vortrag zum Fachtag Darstellendes Spiel in Neumünster am 06.12.2014 weiterlesen

„Ich und die anderen“ – Abschlussbericht

Das erste Theate rprojekt von Mitspielgelegenheit e.V. an der Quinoa-Schule fand wie geplant in den ersten sechs Wochen des neuen Schuljahres 2014/15 statt. Thema und Ausgangspunkt der Projektarbeit war die Begegnung mit den anderen, zu Beginn noch fremden, Mitschüler_innen der Klasse. Welche Erwartungen und Ängste bringe ich mit? Wie kann ich in der neuen Klasse … „Ich und die anderen“ – Abschlussbericht weiterlesen

Theaterprojekt in der Quinoa-Schule

Nach den Sommerferien hat die Quinoa-Privatschule mit ihrer ersten 7. Klasse im Wedding ihren Betrieb aufgenommen. Es gibt noch kein „richtiges“ Schulgebäude, der Unterricht findet derzeit in den Räumlichkeiten eines Postamts statt. Ich kenne die Gründer_innen Fiona Brunk und Stefan Döring seit etwa drei Jahren und habe eine leise Ahnung davon, was sie durchgemacht haben, … Theaterprojekt in der Quinoa-Schule weiterlesen

Abschlussbericht »Tear down this classroom«

Projekt-Titel: »Tear down this classroom!« Träger: Mitspielgelegenheit e.V. Teilnehmer_innen: Teilnehmende waren 9 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren aus dem umliegenden Kiez Neukölln und eine Teach-First-Fellow-Studentin. Thematik: Stell dir vor, es ist Schule – und keiner geht hin! Warum träumt jeder (nicht nur die Schüler_innen…!) davon, dass eines Tages, eines morgens, irgendwas passiert, … Abschlussbericht »Tear down this classroom« weiterlesen

Pädagogisierung als Grusel-Faktor in künstlerischen Prozessen mit Jugendlichen

Gestern war ich im Rahmen von »48 Stunden Neukölln« in einem bekannten Kino-Komplex am Rathaus Neukölln, um die Ergebnisse einiger kultureller Jugendprojekte in Berlin-Neukölln im Bereich Film anzuschauen. Ob dies eine Auswahl bestimmter Projekte war – oder einfach alles gezeigt wurde, was in diesem Jahr an Film-Projekten mit Neuköllner Jugendlichen erarbeitet wurde, entzieht sich meiner … Pädagogisierung als Grusel-Faktor in künstlerischen Prozessen mit Jugendlichen weiterlesen

Zur Autonomie im Lehrerberuf

Immer wieder werde ich gefragt, warum ich den Schuldienst gekündigt und ein Leben in relativer Sicherheit (Lebenszeitverbeamtung) gegen die Freiberuflichkeit eingetauscht habe. Besonders der Verzicht auf den gesicherten Status als verbeamtete Lehrerin verwundert viele – insbesondere deshalb, weil ich ja nun quasi dasselbe mache wie vorher: Theaterunterricht mit Jugendlichen. (Jetzt eben nur für viel weniger … Zur Autonomie im Lehrerberuf weiterlesen

Was die PISA-Studie nicht misst

Leserbrief an die ZEIT In der letzten Ausgabe der ZEIT vom 05.12.2013 beginnt der Artikel über die PISA-Studie (S. 85) mit folgenden Sätzen: »Diese Pointe gehört an den Anfang: Dass Deutschland in der neuen PISA-Studie so viel besser als früher abschneidet, geht in erster Linie auf das Konto der Einwandererkinder.« Ich bin Lehrerin und Theaterpädagogin … Was die PISA-Studie nicht misst weiterlesen

Anfangen

Neben den Theaterprojekten am Heimathafen leite ich auch ein Theaterprojekt von Mitspielgelegenheit zusammen mit Max an einer Schule. Jeden Dienstag verlasse ich um 8 das Haus, fahre sehr lange S-Bahn und Bus und laufe dann den Weg zur Schule im Stechschritt. Um 9.30 bin ich mit Max vor der Schule verabredet. Meistens schaffe ich es … Anfangen weiterlesen

Replik auf »Die Stunde der Propheten«

»Die ZEIT« Nr. 36, 29. August 2013, Seite 33 Sehr geehrte Redaktion, die Lektüre Ihres Artikels »Die Stunde der Propheten« versetzt mich in Erstaunen. Über zwei Seiten hinweg verwendet der Autor große rhetorische Expertise darauf, die sogenannten »Popstars« der Schulkritik zu demontieren, allen voran Gerald Hüther. Völlig unabhängig davon, ob die Forderung nach einer »Schulrevolution« … Replik auf »Die Stunde der Propheten« weiterlesen

Die Geschichte von Nihat

Nihat (13 Jahre) kommt im November zu uns. Ein Kollege sagt: Der sitzt doch längst im Hauptschulkarussell. (Womit gemeint ist, dass Nihats »Überlebenszeit« an einer Schule als nicht sehr dauerhaft eingeschätzt wird und er in kürzester Zeit von einer Schule zur nächsten weiter gereicht wird.) Nihat ist ein Feuerwerk an guter Laune und Originalität. Zwar … Die Geschichte von Nihat weiterlesen

Zahar und Fatme

An einem Montag Morgen im April stehe ich um 6.30 Uhr mit zwei 14-jährigen arabischen Schönheiten vor der Schule und trage innerlich einen schwierigen Kampf mit mir aus. Zahar und Fatme stehen mit hübschen Kopftüchern und farblich genau abgestimmten Klamotten aufgeputzt vor mir und „schwören, dass sie sich nie wieder im Theaterunterricht schlecht benehmen“. „Ich … Zahar und Fatme weiterlesen

Die Geschichte von Fuad

Mein neues Leben als Freiberufliche hat nun also begonnen. Zunächst einmal mit Zähneklappern über die Erkenntnis, wie schwer es sein wird, zukünftig 1400 Euro netto im Monat zusammen zu bekommen. Zahlreiche Stunden beim Steuerberater haben mir den Rest Illusionen genommen, dass es „einfach irgendwie so gehen wird“. Es wird verdammt schwer werden. Aber ich wollte … Die Geschichte von Fuad weiterlesen

Sommerpause

Dieser Blog geht bis zum 31. Juli in die Sommerpause, weil ich mein neues Buch fertig schreiben muss. Darin wird es um partizipativen Theaterunterricht gehen. Eine Weiterführung meines ersten Buches – mit all den Dingen, die ich inzwischen dazu gelernt habe und die hoffentlich dabei helfen, den Theaterunterricht noch (!) lustvoller und kreativer zu gestalten. … Sommerpause weiterlesen

Gedanken zur Kulturellen Bildung

Die letzten Tage an der Schule. In diesem letzten vergangenen Halbjahr nahm die Klasse an einem außerschulischen künstlerischen Projekt teil. Wir haben uns in dieser Woche entschieden, dieses Projekt abzubrechen. Ich weiß, was das für die beteiligten KünstlerInnen bedeutet: Es kommt einer kleinen Katastrophe nahe. Ich habe so etwas noch nie gemacht. Und dennoch glaube … Gedanken zur Kulturellen Bildung weiterlesen

Neuköllner Theater-Grundschultreffen 2013

Bericht für die Dokumentation über die Theaterproduktion »Frau Müller muss weg« Eine Biografische Theater-Eigenproduktion der Klasse 6a der Erika-Mann-Grundschule In der 6. Klasse gibt es ein großes Thema: Auf welche Schule gehe ich nach der Grundschulzeit? In Berlin fragen sich die SchülerInnen: Gehe ich auf ein Gymnasium oder auf eine Sekundarschule? Die Kinder sagen (und … Neuköllner Theater-Grundschultreffen 2013 weiterlesen

Podium »Fokus Schultheater« auf dem Theatertreffen der Jugend 2013

»Was ist im Theaterunterricht an Schulen machbar? Und: Was hat das Theatertreffen der Jugend mit Schulentwicklung zu tun?« von Maike Plath Für die Auswahl der Theaterproduktionen beim Theatertreffen der Jugend Berlin ist es ein wichtiges Kriterium, dass die Jugendlichen in ihrer Arbeit Fragen an die Welt stellen und ein kritisches Bewusstsein sichtbar machen. Die dafür … Podium »Fokus Schultheater« auf dem Theatertreffen der Jugend 2013 weiterlesen

»Living in translation« II

Nachdem nun fünf Vorstellungen von „Living in translation“ erfolgreich gelaufen sind und wir alle zusammen unsere Abschiedsfeier im Hof des Café Rix gefeiert haben, bei der alle unsere SpielerInnen strahlten wie die Weihnachtsbäume, ist nun eine kleine Reflexion darüber angebracht, was hier denn eigentlich erreicht wurde – und was nicht. Ich habe in dieser Arbeit … »Living in translation« II weiterlesen

»Living in translation« am Heimathafen

Drei Vorstellungen von »Living in translation« am Heimathafen liegen nun hinter uns. Und das Ganze ist ein großes Fest. Am ersten Tag der Endprobenwoche, am Montag, dem 6. Mai, sah es noch nicht danach aus. Wie immer warteten wir auf einzelne SpielerInnen, wussten nicht, wo sie waren, ob sie noch kommen würden, und dann stellte … »Living in translation« am Heimathafen weiterlesen

Letzte Wochen an der Erika-Mann-Grundschule

In den letzten Wochen meines Lehrer-Daseins an der Schule versuche ich mich selbst herauszufordern und „perfekt“ zu sein. Ich will es nochmal wissen. Keine Kompromisse, alles soviel und so gut wie möglich – soweit dies im 24-Quadratmeter-Klassenzimmer und dem vorgegebenen Stundenplan möglich ist. Kann ich noch aufmerksamer, lustiger, geduldiger sein? Klappt eine riesiges, sehr unterschiedliches … Letzte Wochen an der Erika-Mann-Grundschule weiterlesen

Start Theaterprojekt „Living in translation“

Mit 18 Jugendlichen sind wir im August dieses Jahres mit dem Theaterprojekt „Living in translation“ gestartet. Jetzt sind es noch 10. Viele der rumänischen Jugendlichen müssen „im Haushalt“ helfen oder werden sonstwie zu Hause gebraucht, so dass eine regelmäßige Teilnahme an den Proben nicht möglich ist. Jeden Montag stehe ich hoffnungsvoll vorm Heimathafen und bin … Start Theaterprojekt „Living in translation“ weiterlesen